Platinum Blonde

Platinum Blonde (1931)

Regie: Frank Capra; Drehbuch: Jo Swerling, Robert Riskin (Dialoge); Kamera: Joseph Walker; Darsteller: Loretta Young, Robert Williams, Jean Harlow, Reginald Owen, Halliwell Hobbes. 35mm, s/w, 89 min

Jener Film, mit dem Frank Capras Kino Kontur annimmt. Tod und Wiedergeburt – dargelegt am irdischen Leben und unter den Auspizien des Komischen. Der Abstieg eines cleveren und rasenden Reporters (Robert Williams) in die Niederungen der High Society. Die Ehe ein Begräbnis. Die Frau ist Millionärin, schön, blond, träg, aufreizend kalt wie ein Grabstein. Der Film vergibt keine Chance, die Adjektive ihres Wesens in das Scheinen filmischer Begriffe umzusetzen: Jean Harlow schwebt im top shot in nachtschwarz und marmorweiß gemusterter Seide über den schwarz und weiß spiegelnden Marmor ihrer netten kleinen Millionenburg. Erst die Scheidung rettet den Helden aus den Fängen der dem Müßiggang und den Dollars hingegebenen Plutokratie. Mit den Erfahrungen des überwundenen kapitalistischen Fegefeuers wird Robert Williams ins Leben zurückkehren, was für Capras proletarische Vision von Amerika nichts anderes heißt als: ins Leben der kleinen Leute. (H.T.)

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