Sherlock Jr.

Sherlock Jr. (1924)

Regie: Buster Keaton, Roscoe "Fatty" Arbuckle; Drehbuch: Clyde Bruckman, J.C. Havez, J.A. Mitchell; Kamera: E. Lessley, B. Houck; Darsteller: Buster Keaton, Kathryn McGuire, Joe Keaton, Ford West. 35mm, s/w, ca. 53 min Restaurierte Fassung

Zum Auftakt:
Sculpteur moderne (1908) von Segundo de Chomón. 35mm, Farbkopie, ca. 6 min. Dt. ZT
Duck Amuck (1953) von Chuck Jones. 16mm, Farbe, 7 min. Engl. OF
The Heart of the World (2000) von Guy Maddin. 35mm, s/w, 7 min. Engl. ZT
 
In Sherlock Jr. fantasiert sich Buster Keaton mit unvergleichlicher komischer Perfektion und poetischer Kraft als Filmvorführer durch eine traumwandlerische Folge von Szenerien – und sprengt die Kinokonventionen. Wie die drei kurzen Geniestreiche zum Auftakt: In Sculpteur moderne präsentiert Segundo de Chomón den Farbenrausch der Kinofrühzeit als Trickkunst-Traum. Im monumentalen Meta-Meisterwerk Duck Amuck animiert Chuck Jones Daffys absurde Abenteuer mit einem widerspenstigen Zeichner. Und mit The Heart of the World legt Guy Maddin einen Hymnus vor, der in Sachen Frenesie und Dichte seinesgleichen sucht: ein auf erhaben-lächerliche sieben Minuten kondensiertes, von stürmischer Musik (und panischen Zwischentiteln) vorangepeitschtes russisches Stummfilmpropagandaepos mit dem Weltrettungsmotto "KINO! KINO! KINO!" (C.H.)

Am Klavier: Gerhard Gruber

Spieltermine: