What the Water Said, nos. 1-3, David Gatten, 1997-1998

RESET THE APPARATUS!

Retrograde Technicity in Artistic Photographic and Cinematic Practices

Von März 2016 bis Februar 2019 ist das Filmmuseum Partner des Projekts RESET THE APPARATUS!. Das zentrale Projektteam setzt sich aus Nina Jukić, Gabriele Jutz und Edgar Lissel (Projektleiter) zusammen und ist dem Fachbereich Medientheorie an der Universität für angewandte Kunst Wien zugeordnet. In diesem Projekt mit internationalen Partnern wird das Phänomen retrograder Technologien untersucht und mittels künstlerischer und theoretischer Zugänge werden neue Ansätze freigelegt, wie das Fotografische und das Kinematische betrachtet werden könnten.

Vermeintlich obsolete oder veraltete fotografische und kinematografische Technologien tauchen in den letzten Jahren vermehrt in diversen Kontexten künstlerischer Praxis auf, auch die Popkultur wendet sich ihnen verstärkt zu. Zu beobachten ist dabei immer wieder eine "un-korrekte", nicht-normative Art und Weise, wie Filmmaterial, Kameras, Projektoren und andere kinematografische Gerätschaften eingesetzt werden. Die Rückkehr dieser obsoleten Techniken macht das weitreichende kreative Potential retrograder Technologien deutlich. Dabei geht es nicht um die Ablehnung des Gegenwärtigen oder eine nostalgisch verklärte Rückbesinnung auf die Vergangenheit, sondern um die daraus resultierenden kritischen Potenziale. In Frage gestellt wird die Idee, dass ein Medium so etwas wie einen "natürlichen Zweck" hätte, dass es so etwas wie eine angemessene Art und Weise gäbe, seine Bestandteile einzusetzen oder zu manipulieren.
 
Im Laufe des Projekts werden sich diverse Workshops und Veranstaltungen vertiefend mit dem Thema beschäftigen, zeitgleich soll auf der Projekthomepage ein Archiv solcher retrograder künstlerischer Arbeiten entstehen.

Das Projekt ist eine Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst, Wien und wird von PEEK (Programm zur Erschließung und Entwicklung der Künste) und dem FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) gefördert.

Homepage des Projekts