Archiv Heiligenstadt

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Archivrecherche

 

Film wurde in den ersten Jahrzehnten der Filmgeschichte zumeist weder als Kunstform noch als bedeutsames Dokument geschätzt – und dementsprechend kaum bewahrt. Film war eine Ware, ein Gebrauchsartikel, der nach der Erstauswertung im Kino meist weggeworfen oder der Wiederverwertung zugeführt wurde; selbst Thomas Alva Edison nannte seine Hervorbringung eine "nutzlose Erfindung".
 
Jene Werke, die nicht gleich vernichtet wurden, ereilte oft ein böses Schicksal: Frühes Zelluloid (so genannter "Nitrofilm") ist hochgradig brennbar und zersetzt sich unwiederbringlich, wenn es nicht kühl und bei stabiler Luftfeuchtigkeit gelagert wird. So liegen viele Zeugnisse der 1890er bis 1940er Jahre heute gar nicht oder nur in fragmentarischer Form vor. In Zusammenarbeit mit Film- und ZeithistorikerInnen ist das Filmmuseum bemüht, solche Filme zu identifizieren und weltweit nach zusätzlichen (oft ergänzenden) Materialien zu suchen.
 
Das dabei entstehende Wissen kommt sowohl wissenschaftlichen Projekten (Buch- und DVD-Veröffentlichungen) als auch Filmproduktionen (z.B. historische Dokumentationen) oder anderen Museumsprojekten (z.B. historische Ausstellungen) zugute. Nicht zuletzt finden die Resultate dieser Recherche Eingang in die laufenden Präsentations- und Vermittlungsprogramme des Filmmuseums.
 
Recherchen in den Sammlungen sind für wissenschaftliche, künstlerische und kommerzielle Zwecke möglich. Seit den 1960er Jahren haben zahlreiche ForscherInnen, KünstlerInnen und TV-Anstalten Material des Filmmuseums in vielfältiger Weise genutzt.
Anfragen bezüglich Filmrecherchen (Filmsuche, Sichtungsmöglichkeiten) für Forschungszwecke und kulturelle Nutzung bitte an:

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Anfragen bezüglich kommerzieller Nutzungen bitte an: