Olivier Assayas

Preis: EUR 22,00

Mit zwei Publikationen würdigt das Filmmuseum einen Künstler, der zu den großen Ausnahmeerscheinungen im Kino der letzten drei Jahrzehnte zählt. Für Olivier Assayas ist das Kino die Kunst des beständigen Aufbruchs, der Gestaltung einer Unruhe; entsprechend souverän verweigert sich sein Werk jeglicher Einordnung in eine Schublade – von seinem Debut Désordre über solch zentrale Werke wie L'Eau froide, Irma Vep und demonlover bis hin zu seinen jüngeren Arbeiten L'Heure d'été und Carlos. Das "typisch Französische", das manchmal an seinem Kino betont wird, bricht sich stets an Assayas’ präzisem Blick auf die Gegenwart – auf die technologischen, ökonomischen, sozialen und psychischen Bedingungen der Globalisierung. Zudem wirft sein Schaffen einen erhellenden Blick auf die Post-68er-Epoche – so auch in seinem Film Après mai (2012) und in seinem autobiografischen Text A Post-May Adolescence.

 
Die vorliegende, reich illustrierte Monografie ist das erste Buch über Assayas in englischer Sprache. Es beruht auf langjähriger Korrespondenz und einem intensivem Ideenaustausch zwischen dem Filmemacher und dem Herausgeber Kent Jones, dessen Überblicksessay den Auftakt bildet. Im Kern des Buches untersuchen Schriftsteller und Kritiker wie Greil Marcus, Geoffrey O'Brien, Howard Hampton, Kristin M. Jones, B. Kite oder Glenn Kenny jeden Assayas-Film in individuellen Aufsätzen. Beiträge des Filmemachers und seiner engsten künstlerischen Mitarbeiter/innen sowie eine detaillierte Filmografie und Bibliografie runden den Band ab.
 
Kent Jones ist ein international tätiger Autor und Filmemacher. Er schreibt für Film Comment und zahlreiche andere Publikationen; seine gesammelten Texte zum Kino wurden 2007 in dem Buch Physical Evidence veröffentlicht. Seit 2009 ist er künstlerischer Leiter der von Martin Scorsese gegründeten World Cinema Foundation. Gemeinsam mit Scorsese hat er mehrere Filme über das Kino realisiert, darunter Il mio viaggio in Italia (1999), Val Lewton: The Man in the Shadows (2007) und A Letter to Elia (2010).
 
"Il s'agit d'un ouvrage remarquable, superbement illustré." (Positif)
   
"The book is really beautiful: the layout is terrific, the illustrations fantastic, well-chosen; it’s truly a wonderful package." (Some Came Running)
 
"A thoughtful, personal survey of Assayas's career by American critics edited by Jones and an English translation of Assayas's 2002 memoir 'A Post-May Adolescence: Letter to Alice Debord', both published in handsome volumes by the Austrian Film Museum, expose this tension in Assayas's work: between a desire for risk and a sensitive intelligence resistant to easy solutions; between allegiance to cinema 'degree zero,' a cinema of presence, and a romantic fascination with the passage of time. [...] Jones, who writes four of the essays himself, has been in correspondence with Assayas for two decades, and the richness of the book is due not only to his deep affinity for Assayas's work but from the dialogue that has developed between the two of them on the nature of cinema and art." (Film Comment)
 
Olivier Assayas
Kent Jones (Hg.)
FilmmuseumSynemaPublikationen 16
Wien 2012, 256 Seiten, ca. 200 Abbildungen in Farbe und s/w
In englischer Sprache
ISBN 978-3-901644-43-6
Inhaltsverzeichnis - Olivier Assayas (PDF)
 
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