Premiere:

"Bella addormentata" von Marco Bellocchio

Bella addormentata, 2012, Marco Bellocchio (Foto: Francesca Fago)
26. und 27. Jänner 2017

"Seit über 40 Jahren nähert sich Marco Bellocchio dem Politischen über das Persönliche. Und egal, ob seine Filme in der Vergangenheit oder in der Gegenwart spielen, ständig scheint ganz Italien aus den Fugen geraten zu sein." (Michael Kienzl) Dies gilt auch für Bella addormentata, sein jüngstes Hauptwerk (mit Isabelle Huppert, Alba Rohrwacher und Toni Servillo), das bisher nicht in Österreich zu sehen war.

Ausgangslage ist ein realer Fall von Euthanasie, der zu einem regelrechten Aufruhr in der Heimat des Regisseurs geführt hat. Siebzehn Jahre lang lag Eluana Englaro nach einem Autounfall ohne Aussicht auf Besserung im Koma. Als ihr Vater vor Gericht zog, um die lebenserhaltenden Maßnahmen für seine Tochter einstellen zu lassen, tobten Katholiken und konservative Politiker.