
Koroshi no rakuin (Branded to Kill) (1967)
Regie: Suzuki Seijun; Drehbuch: Guryū Hachirō; Kamera: Nagatsuka Kazue; Musik: Yamamoto Naozumi; Darsteller: Shishido
Jō, Ogawa Mariko, Mari Annu, Nanbara Kōji, Tamagawa Isao. s/w, 91 min
Gorō ist Auftragsmörder, ein erstklassiger. In der offiziellen Rangliste der japanischen Unterwelt wird er
als Killer Nummer Drei geführt. Natürlich wäre Gorō gern die Nummer Eins, aber da er nicht weiß, wer die beiden höher
Eingeschätzten sind, kann er sich darum auch nicht kümmern. Der Zufall kommt ihm zu Hilfe: Killer Nummer Zwei lässt sich im Rahmen eines Personenschutzauftrags erledigen. Killer Nummer
Eins offenbart sich ihm später als sein Verfolger: Nach einem misslungenen Mordanschlag - im entscheidenden Augenblick ließ
sich ein Schmetterling auf Gorōs Präzisionsgewehr nieder! - hat er ihn am Hals, denn Strafe muss sein, fand Boss Yabuhara.
Nach Branded to Kill überlegt man sich reiflich, wen man künftig noch als Ikonoklasten bezeichnen will - dieses Meisterwerk ist die Messlatte,
an ihr scheitert fast jeder. Hier wird das Kino als solches ganz und gar dekonstruiert, hier bleibt nichts, wie es war, hier
heißt es Tabula rasa, und nach mir die Sintflut. Panta rhei. (R.H.)



