1964 | 2014

Projekte zum 50-Jahr-Jubiläum des Österreichischen Filmmuseums
Koroshi no rakuin (Branded to Kill)

Koroshi no rakuin (Branded to Kill) (1967)

Regie: Suzuki Seijun; Drehbuch: Guryū Hachirō; Kamera: Nagatsuka Kazue; ­Musik: Yamamoto Naozumi; Darsteller: Shishido Jō, Ogawa Mariko, Mari Annu, Nanbara Kōji, Tamagawa Isao. s/w, 91 min
 
Gorō ist Auftragsmörder, ein erstklassiger. In der „offiziellen“ Rangliste der japanischen Unterwelt wird er als Killer Nummer Drei geführt. Natürlich wäre Gorō gern die Nummer Eins, aber da er nicht weiß, wer die beiden höher Eingeschätzten sind, kann er sich darum auch nicht kümmern. Der Zufall kommt ihm zu Hilfe: Killer Nummer Zwei lässt sich im Rahmen eines Personenschutzauftrags erledigen. Killer Nummer Eins offenbart sich ihm später als sein Verfolger: Nach einem misslungenen Mordanschlag - im entscheidenden ­Augenblick ließ sich ein Schmetterling auf Gorōs Präzisionsgewehr nieder! - hat er ihn am Hals, denn Strafe muss sein, fand Boss ­Yabuhara. Nach Branded to Kill überlegt man sich reiflich, wen man künftig noch als Ikonoklasten bezeichnen will - dieses Meisterwerk ist die Messlatte, an ihr scheitert fast jeder. Hier wird das Kino als solches ganz und gar dekonstruiert, hier bleibt nichts, wie es war, hier heißt es Tabula rasa, und nach mir die Sintflut. Panta rhei. (R.H.)