Salvatore Giuliano (Foto: Deutsche Kinemathek)

Salvatore Giuliano (1962)

Regie: Francesco Rosi; Drehbuch: Rosi, Suso Cecchi d'Amico, Franco Solinas, Enzo Provenzale; Kamera: Gianni Di Venanzo; Musik: Piero Piccioni; Darsteller: Salvo Randone, Frank Wolff, Pietro Cammarata. 35mm, s/w, 123 min

Castelvetrano, 5.7.1950: Salvatore Giuliano liegt von Kugeln zerfetzt im Dreck eines Hinterhofs. Nur: Wer erschoss Siziliens seinerzeit berühmtesten Briganten? Gaspare Pisciotta, einer seiner Vertrauten, soll es angeblich wissen, doch er stirbt 1954 unter mysteriösen Umständen in Palermos Ucciardone-Gefängnis. Sieben Jahre sind vergangen, Zeugen verstummt, Akten verschwunden, Aussagen widerrufen worden. Die Züge der Kabale, in die Giuliano verwickelt war, kennt man mittlerweile – dabei wird's vorerst auch bleiben. Salvatore Giuliano ist ein Versuch darüber, was sich noch von der Geschichte erzählen lässt. Interviews, Medienberichte verdeutlichen, wie viel von dem, was man so zu hören bekommt, reine Meinungsmache ist. Gedreht hat Rosi vor Ort. Die Landschaft, die Gesichter der Menschen, die darin ihr Dasein fristen, deren Lebensbedingungen werden im Laufe des Films immer wichtiger – am Ende sind sie die Wahrheiten, die man mitnimmt. (O.M.)

Freier Eintritt für Fördernde Mitglieder am 6.1.2017

Spieltermine: