Stromboli

Stromboli (1950)

Regie: Roberto Rossellini; Drehbuch: Rossellini, Art Cohn, Sergio Amidei, Gian Paolo Callegari, Renzo Cesana, Félix Morlion; Kamera: Otello Martelli; Musik: Renzo Rossellini, Darsteller: Ingrid Bergman, Mario Vitale, Renzo Cesana, Mario Sponzo, Gaetano Famularo. 35mm, s/w, 106 min

Die Reise zu einem Eiland, der Irrweg zu sich selbst. Stromboli: ein dramatischer Bericht über die liparische Zusammenkunft von Stein, Feuer und Meer, über Arbeit und Armut, über das Brauchtum von Worten und Gesten, die sich über Jahrhunderte wie Fels verfestigt haben, und über das ganz andere in der äußeren Welt und im Inneren einer Frau. An der Klimax des Films eruptiert der Vulkan; und Ingrid Bergman, aus der Fremde auf die Insel gekommen und eine Fremde auf ihr geblieben, ruft in höchster Not Gott um Hilfe an. Mehr als alle anderen Arbeiten Rossellinis wurde Stromboli verlacht, verhöhnt, des Kitsches oder der Blasphemie geziehen. Für einige, die zu Bewunderern des Regisseurs werden sollten, hielt der Film den Augenblick der Konversion, den Schlüssel zu seiner Sicht der Dinge bereit. Ungerührtheit und Mitleid schließen einander in Stromboli so wenig aus wie grausame Sachlichkeit und eine nur mühsam gebändigte Liebe zu den Geschöpfen. (H.T.)

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