In nome della legge (Im Namen des Gesetzes)

In nome della legge (Im Namen des Gesetzes) (1949)

Regie: Pietro Germi; Drehbuch: Germi, Federico Fellini, Mario Monicelli, Giuseppe Mangione, Tullio Pinelli nach Piccola Pretura von Giuseppe Guido Loschiavo; Kamera: Leonida Barboni; Musik: Carlo Rustichelli; Darsteller: Massimo Girotti, Charles Vanel, Jone Salinas, Turi Pandolfini. 35mm, s/w, 101 min

Die brutale Herrschaft der Mafia über sizilianische Dörfer: Pietro Germi, später durch sozialkritische Komödien wie Scheidung auf Italienisch bekannt geworden, gestaltet sein erstes Meisterstück ganz hart, nüchtern und prosaisch – und leistet dabei in völlig anderer Tonlage einen Vorausblick auf den späteren Erfolgsfilm. Im Kern handeln beide Werke von der archaischen Prägung des Soziallebens in Sizilien. Mit der unsentimentalen Aktion des amerikanischen Gangsterfilms verbindet sich der dokumentarische Stil des italienischen Neorealismus. Im Namen des Gesetzes ist eine Geschichte aus einer provinziellen Gesellschaft, die von Rache, Angst und Verbrechen gelähmt ist. Die dunkle Faszination von Charles Vanel als Mafiaboss Passalacqua und der noch jugendliche Veränderungswille des Richters Schiavi (Massimo Girotti) bilden die beiden Pole, zwischen denen ein komplexes Netz der Abhängigkeiten sichtbar wird.

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