Perché si uccide un magistrato (Warum musste Staatsanwalt Traini sterben?) (Foto: Filmarchiv Austria)

Perché si uccide un magistrato (Warum musste Staatsanwalt Traini sterben?) (1975)

Regie: Damiano Damiani; Drehbuch: Damiani, Enrico Ribulsi, Fulvio Gicca Palli; Kamera: Mario Vulpiani; Musik: Riz Ortolani; Darsteller: Franco Nero, Françoise Fabian, Pierluigi Aprà, Giancarlo Badessi, Ennio Balbo. 35mm, Farbe, 111 min

Regisseur Giacomo Solaris reitet mit seinen politisch agitatorischen, gestalterisch mitreißenden Thrillern auf einer internationalen Erfolgswelle. Sein neuestes Werk handelt von einem Richter auf Sizilien, der sich vom organisierten Verbrechen gut für seine Freisprüche bezahlen lässt – was einem realen Richter auf Sizilien gar nicht gefällt. Als dieser dann (so wie der Richter in Solaris' Film) ermordet wird, fällt der Verdacht auf denjenigen, dessen Phantasie die Tat entsprungen zu sein scheint. Der Politthriller wird selbstreflexiv, aus einem Kino der Konfrontation wird ein Spiel mit sich unendlich ineinander verlierenden Spiegelbildern. Dazu passend, wechselt Damiani hier die Genreregister: War Il giorno della civetta mit Elementen des Italo-Western durchwoben, so ist Perché si uccide un magistrato eine Art Polit-giallo. Erstaunlich eigentlich, dass diese Hybridisierung nicht häufiger versucht wurde – wenn man bedenkt, wie zentral die Paranoia für beide Genres ist. (O.M.)

Spieltermine:

Fr 20.01.2017 20:30
(Ital. OmdU)
Sa 04.02.2017 16:00
(Ital. OmdU)