Bronte: cronaca di un massacro che i libri di storia non hanno raccontato (Foto: Slovenska kinoteka)

Bronte: cronaca di un massacro che i libri di storia non hanno raccontato (Bronte: Chronik eines Massakers, das die Geschichtsbücher nicht erzählt haben) (1972)

Regie: Florestano Vancini; Drehbuch: Vancini, Leonardo Sciascia, Nicola Badalucco, Fabio Carpi; Kamera: Nenad Jovičić; Musik: Egisto Macchi; Darsteller: Ivo Garrani, Mariano Rigillo, Ilija Džuvalekovski. 35mm, Farbe, 111 min

Die erfolgreiche Eroberung Siziliens durch Garibaldis "Zug der Tausend" 1860 machte die Insel schlagartig vom Hinterhof zum zentralen Schauplatz des Risorgimento. Die arme Bauernschaft erhoffte sich die Befreiung vom Joch der feudalen Unterdrückung, doch sah sie sich trotz Garibaldis Ankündigung von Agrarreformen enttäuscht. Es kam zu Volksaufständen – wie im kleinen Städtchen Bronte, wo mehrtätige Plünderungen in einem Massaker kulminierten, das von Garibaldis General Nino Bixio ebenso blutig niedergeschlagen wurde. Ein Schauprozess folgte – damit wieder Ruhe einkehren möge (wenn auch nicht Gerechtigkeit). Angemessen zornig rückten Florestano Vancini und der sizilianische Meisterschriftsteller Leonardo Sciascia dieses dunkle Kapitel der "nationalen Befreiung" ins Bild – mit einem sofort heftig umstrittenen Film, der die revolutionären Italowestern im Geist der rebellischen "Re-Inszenierungen" von Peter Watkins weiterschreibt. (C.H.)

Spieltermine: