Irezumi ichidai (Tatooed Life) (1965)
Regie: Suzuki Seijun; Drehbuch: Naoi Kinya, Hattori Kei; Kamera: Takamura Kuratarō; Musik: Ikeda Masayoshi; Darsteller:
Takahashi Hideki, Hananomoto Kotobuki, Yamauchi Akira, Itō Hiroko, Izumi Masako. Farbe, 87 min
Murakami Tetsutarō ist kein Yakuza aus Leidenschaft: Er wählte diesen Lebensweg, um seinem Bruder Kenji den Schulbesuch
zu finanzieren. Nun solls genug sein: Tetsutarō will aussteigen. Wie Genre-üblich verlangt der oyabun einen letzten Job, der sich als Falle entpuppt - auf den Killer wartet ein Killer. Der Plan misslingt, Tetsutarō überlebt,
aber um welchen Preis - sein Bruder Kenji tötet seinen Töter. Nun werden sie sowohl von der Polizei als auch den Gangstern
gejagt. Melancholia. Ein Land zerrissen zwischen Proletariern und Kapitalisten, die mit den aufkommenden Faschisten kollaborieren.
Machos, die an ihrer Zartheit zerbrechen. Eine Flucht ins Nirgendwo, getaucht in gedeckte Farben. Erst gegen Ende, bei einem
Gemetzel à la bonne heure, gings mit Suzuki durch, und zwar so sehr, dass ihn die Nikkatsu-Chefetage abmahnte. (R.H.)



