1964 | 2014

Projekte zum 50-Jahr-Jubiläum des Österreichischen Filmmuseums
Yumeji © 1981 Little More Co., Ltd.

Yumeji (1991)

Regie: Suzuki Seijun; Drehbuch: Tanaka Yōzō; Kamera: Fujisawa Jun’ichi; Musik: Kawachi Kaname, Umebayashi Shigeru; Darsteller: Sawada Kenji, Mariya Tomoko, Harada Yoshio, Miyazaki Masumi, Bandō Tamasaburō. Farbe, 128 min
 
Ähnlich dem Germanisten und Literaten Uchida Hyakken, auf dessen Sarasate no ban (1951) Zigeunerweisen rekurriert, und ähnlich dem Dramatiker und Erzähler Izumi Kyōka, dessen Schriften in Heat Shimmer Theater gehuldigt wird, ist auch das Schaffen des Malers Takehisa Yumeji von den Ästhetikidealen der Taishō-Ära geprägt. Yumeji ist dabei keine Filmbiografie im konventionellen Sinn, ­sondern eine Fantasie über dessen Bilderwelt. Man könnte sagen: Suzukis Yumeji ist ein Doppelgänger der historischen Persönlichkeit, der Film eine Art Spiegellabyrinth, in dem man oft nicht weiß, wen oder was man gerade sieht. So beginnt Yumeji mit einem Traum Yumejis: Er soll sich mit einem Mann duellieren, wegen ­einer Frau; dieser Mann, das weiß er intuitiv, wird ihn töten. Als sich ­Yumeji mit seiner Geliebten Hikono treffen will, gerät er in ein lautes Handgemenge: Ein Mann namens Onimatsu hat seine Gattin und deren Geliebten getötet; letzterer wird sich als der Mann aus Yumejis Traum erweisen. (R.H.)