1964 | 2014

Projekte zum 50-Jahr-Jubiläum des Österreichischen Filmmuseums
The Big Sky

The Big Sky (1952)

Regie: Howard Hawks; Drehbuch: D. Nichols nach dem Roman von A. B. ­Guthrie Jr; Kamera: Russell Harlan; Musik: Dimitri Tiomkin; Darsteller: Kirk Douglas, Dewey Martin, Elizabeth Threatt, Arthur Hunnicutt, Hank Worden. s/w, 119 min
 
Ein wunderbarer, seinem Titel ebenbürtiger Prä-Western, der gegen das misslaunige Urteil von Hawks in Schutz zu nehmen ist. „Will be a looooong journey“, flüstert der von zahlreichen Sommern gegerbte Trapper Uncle Zeb im wallenden Morgennebel. Der Tag wird aufreißen, die Fahrt lange währen, auch die Erzählung von ihr - wie das Band des Stroms nach Norden, gesäumt von mannigfacher Landschaft. Eine Reise als Film, ein Film als Reise. Die Voice-over-Narration Arthur Hunnicutts alias Uncle Zeb, gesprochen im Singsang-Amerikanisch, rückt das Geschehen in die Distanz des Epos. Manchmal in ruhigen Totalen, dann in nerviger, dichter Dramatik: die Flussfahrt unabhängiger Pelzhändler-Voyageurs zum Oberlauf des Missouri, die Bedrohung durch Indianer und Agenten der ­eta­blierten Kompanie, die Liebe zu einer Blackfeet-Frau, die Freundschaft zweier Männer. (H.T.)
 
Am 9. Dezember werden im Anschluss an den Film jene Szenen (insgesamt ca. 18 min) der „Pre-release version“ gezeigt, die nur innerhalb des US Armed Forces Network ­distribuiert wurde.