ums freiwerden hätte es ja gehen sollen, 1977–84, Elfriede Irrall

Forschung

Das Österreichische Filmmuseum ist eine Forschungs- und Bildungsstätte. Als wissenschaftliche Einrichtung konzipieren und unterstützen wir national und transnational Forschungsprojekte im universitären und außeruniversitären Bereich. Maßgeblich ist dabei die wissenschaftliche und künstlerisch-wissenschaftliche Beforschung des Filmischen in all seinen Dimensionen – historisch, gegenwärtig und hinsichtlich seines Sich-Fortsetzens in anderen Medien. Film und Bewegtbild haben einen maßgeblichen Anteil an Gesellschaftsbildung – mit der Beforschung ihrer vielfältigen Wirklichkeit verstehen wir uns als Ort der Herstellung von Verhältnissen: zwischen den Werken und Dokumenten selbst, zwischen Bild und Betrachter*in, dem Subjekt und dem Anderen, zwischen Individuum und Gesellschaft. Wir suchen daher aktiv einen dynamischen Austausch mit anderen Kunst- und Forschungsfeldern, und verstehen uns als Ort des Denkens und der Produktion: das Museum als wissenschaftliches "Labor".
 
KOOPERATION. Wir ermöglichen Forscher*innen und Künstler*innen den Zugang zu filmhistorischen Primärquellen (Filme, Fotografien, Schriften und Plakate), unterstützen ihre Vorhaben durch archivarisches sowie film-, kunst-, und kulturtheoretisches Knowhow im Bereich Bewegtbild und agieren transdisziplinär und international vernetzend. Zudem werden die eigenen Sammlungen kontinuierlich bearbeitet – Filme identifiziert, katalogisiert und restauriert – und in Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlichen Institutionen und Kooperationspartner*innen hinsichtlich ihrer sozialen, kulturellen und historischen Bedeutung erschlossen. Entsprechend verzeichnen wir ein inhaltlich breites Spektrum an Forschungsprojekten.
 
IN HOUSE. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit sowie der Sammlungsbetrieb sind vielfach Grundlage unserer Vermittlungsaktivitäten. In seinen Schwerpunkten – darunter Filmgeschichte und -gedächtnis, Experimentelles Kino/Avantgarde, Materialität des Films, Digital Humanities, Curatorship, Preservation und Intersektionalität – und darüber hinaus fungiert das Haus als Austragungsort von Ideen: Kuratorische Praxis und künstlerische Forschung (mit Blick auf die Schnittmengen des Films zu anderen Gattungen) sind methodologische Grundpfeiler unserer universitären Lehrveranstaltungen.
Eine offene Haltung gegenüber sämtlichen Formen von Bewegtbild spiegelt sich in der inhaltlichen Breite unserer Symposien wider. Einen Einblick in unsere hausinterne Aufarbeitung filmischer und filmbezogener Objekte gewinnen Sie auf den Seiten der Sammlungen.
 
ON LOCATION. Die gegenwärtige Entgrenzung des Kinos entspricht jener des Hauses, dessen Team regelmäßig außerhalb der eigenen vier Wände tätig ist. Neben zahlreichen Filmvorführungen "on location" sind die jeweils bedienten Formen der Kooperation vielfältig – wir bespielen und besuchen Universitäten sowie diverse Institutionen, Festivals, Museen, Netzwerke. Filme und andere Artefakte aus den Sammlungen des Hauses werden für Ausstellungen eingesetzt und Sonderprogramme organisiert. Zudem sind wir bei Symposien, Kongressen, Ausstellungseröffnungen und Retrospektiven mit Vorträgen zugegen und präsentieren Ergebnisse laufender Forschungsprojekte. Darüber hinaus verleihen wir zahlreiche Werke aus unserer Sammlung für Retrospektiven und Festivalscreenings auf der ganzen Welt.
 
Kontakt:
Katharina Müller
T +43 | 1 | 533 70 54 DW 10
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