La corta notte delle bambole di vetro / Malastrana, 1971, Aldo Lado (Foto: Filmarchiv Austria)

La corta notte delle bambole di vetro / Malastrana

Regie, Drehbuch: Aldo Lado; Kamera: Giuseppe Ruzzolini; Schnitt: Mario Morra; Musik: Ennio Morricone; Darsteller: Ingrid Thulin, Jean Sorel, Mario Adorf. 1971, 35mm, Farbe, 97 min. Italienisch mit dt. UT
 
Ein Krankenwagen rast durch die Straßen von Prag, an Bord die vermeintliche Leiche des US-Politkorrespondenten Gregory Moore. Äußerlich ist er paralysiert, doch es regt sich in Gregorys Innern: Verzweifelt versucht er, Lebenszeichen zu geben, bevor er zur Autopsie gebracht wird – und sich zu erinnern ... Das unerklärliche Verschwinden seiner Freundin hat Gregory auf die Spur einer Verbrechensserie und einer elitären Geheimgesellschaft gebracht. Aldo Lados Regiedebüt ist eines der ungewöhnlichsten Giallo-Meisterwerke: Die Handlung entfaltet sich buchstäblich als Paranoia-Wachtraum mit drohender deadline, intensiviert vom historischen Gewicht des Schauplatzes. Lados subversive politische Metapher hinter seinem subtilen Schreckensszenario – die Unterdrückung der Freiheit und jugendlichen Aufbegehrens – bezieht sich nicht einfach auf den Prager Frühling, sondern ist ein großes Weltkino-Zeitbild der Post-68er-Entwicklung. (C.H.)
 
In Anwesenheit von Aldo Lado

Freier Eintritt für Fördernde Mitglieder

Courtesy of Museo Nazionale del Cinema

Spieltermine: