La ragazza che sapeva troppo (Das Mädchen, das zuviel wusste), 1963, Mario Bava (Kadervergrößerung ÖFM)

La ragazza che sapeva troppo (Das Mädchen, das zuviel wusste)

Regie, Kamera: Mario Bava; Drehbuch: Ennio De Concini, Sergio Corbucci, Eliana De Sabata; Schnitt: Mario Serandrei; Musik: Roberto Nicolosi; Darsteller: Letícia Román, John Saxon, Valentina Cortese. 1963, 35mm, sw, 86 min. Italienisch mit engl. UT
 
Die Amerikanerin Nora Davis kommt nach Rom, um ihre kränkliche alte Tante zu besuchen, die prompt in der ersten Nacht verstirbt. Dann wird Nora auch noch mitten auf der Piazza di Spagna ausgeraubt und niedergeschlagen – und sieht sich beim Wiedererwachen mit einer Frauenleiche konfrontiert. Die Polizei findet aber keine Spuren: Hat sich Krimi-Fan Nora alles nur eingebildet? Gemeinsam mit Dr. Bassi (John Saxon) macht sie sich auf die Spuren einer mysteriösen Mordserie. Agatha Christies Morde des Herrn A.B.C. und Alfred Hitchcock (den schon der Titel augenzwinkernd beschwört) liefern Grundkoordinaten für Mario Bavas beschwingten Giallo-Urtext. Das sonnige (Italo-)Urlaubsflair und der heiter-romantische Einschlag à la Charade werden von Bava mit visuell ausgeklügelter Inszenierung unterwandert: In seiner letzten Schwarzweiß-Regiearbeit schwelgt er, selbst die Kamera führend, in chiaroscuro-Atmosphären und verblüffenden kinematografischen Ideen. (C.H.)
 
Einführung von Roberto Curti am 6. Oktober