4 mosche di velluto grigio (Vier Fliegen auf grauem Samt), 1971, Dario Argento

4 mosche di velluto grigio (Vier Fliegen auf grauem Samt)

Regie, Drehbuch: Dario Argento; Kamera: Franco Di Giacomo; Schnitt: Françoise Bonnot; Musik: Ennio Morricone; Darsteller: Michael Brandon, Mimsy Farmer, Bud Spencer. 1971, 35mm, Farbe, 104 min. Deutsch
 
Der Rock-Schlagzeuger Roberto wird von einem Unbekannten verfolgt, den er in einer Auseinandersetzung unabsichtlich ersticht. Doch die Tat wird beobachtet – und fotografiert. Bald erhält Roberto Drohbotschaften und wird von Alpträumen geplagt, was auch seiner labilen Frau (Mimsy Farmer) so zusetzt, dass sie ihn schließlich verlässt ... Im Abschluss seiner "Tier-Trilogie" lässt Argento die Handlung am abstraktesten gleiten – immer wieder scheitert die Wahrnehmung, am Versuch, die Wahrheit zu entschlüsseln und nur Bud Spencer als "God" weiß Rat. Dafür wird in entfesselten großen Set-Pieces und Details (die menschliche Retina als visueller Mord-Speicher!) im Bombast geschwelgt. Das unvergessliche Finale verdankt sich dem Superzeitlupenfluss einer wissenschaftlichen Spezialkamera, die 30000 Bilder pro Sekunde registriert. Kino als Aufhebung der Zeit. Gezeigt wird mangels gut erhaltenen italienischen 35mm-Materials eine Technicolor-Kopie der deutschen Fassung. (C.H.)

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