Dancer in the Dark, 2000, Lars von Trier

Dancer in the Dark

Regie, Drehbuch: Lars von Trier; Kamera: Robby Müller; Schnitt: François Gédigier, Molly Marlene Stensgård; Musik: Björk; Darsteller*innen: Björk, Catherine Deneuve, David Morse, Peter Stormare, Joel Grey. DK/SE/FR/DE/NO/NL/IS, 2000, 35mm, Farbe, 141 min. Englisch mit dt. UT
 
Lars von Trier belehnt Melodram und Musical gleichermaßen und nutzt die affektiven Qualitäten beider Genres, um die unglaubliche Geschichte der Fabrikarbeiterin Selma, einer tschechischen Immigrantin, zu erzählen, deren amerikanischer Traum von einem besseren Leben für ihren kleinen Sohn sich aus den glücklichen Erinnerungen an die tschechischen Musicals ihrer Kindheit speist (ein real-existierendes Bezugsfeld des Films, das in dessen Rezeption kaum je berücksichtigt wurde). Gesang und Tanz sind den Bewegungsabläufen in der Fabrik geschuldet, dem Rhythmus der Maschinen oder dem Takt des Herzschlags. Eine Apparatur aus hundert DigiCams dient als gigantischer Sehbehelf für die musikalische innere Vision der Heldin, die, selbst erblindend, um das Augenlicht des Jungen kämpft. (A.P./I.R./T.W.)

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