The Killing, 1956, Stanley Kubrick (Image courtesy of Park Circus/Amazon MGM)

The Killing

Stanley Kubrick, US 1956; Drehbuch: Stanley Kubrick, Jim Thompson nach dem Roman Clean Break von Lionel White; Kamera: Lucien Ballard; Schnitt: Betty Steinberg; Musik: Gerald Fried; Darsteller*innen: Sterling Hayden, Coleen Gray, Vince Edwards, Jay C. Flippen, Elisha Cook, Marie Windsor. 35mm, sw, 84 min. Englisch
 
The Killing ist ein existenzialistischer Film Noir, in dem der perfekt geplante Überfall auf das Wettbüro einer Pferderennbahn an den Interventionen des Zufalls, an individuellen Unzulänglichkeiten und – allem voran – an unerwiderten Gefühlen und Sehnsüchten scheitert. Zum ersten Mal adaptiert Kubrick einen fremden Stoff, um ihn mit der Verlängerung seines Auges in Lucien Ballards Kamera visuell umzusetzen: als Abfolge von Ellipsen, Bildsymbolen und Kamerabewegungen, die das Thema in filmischen Sprechweisen widerspiegeln. The Killing stellt Essenz und Verlauf eines vermutlich zentral zum Menschen gehörenden Ereignisses so bestürzend, absurd und beißend plastisch dar wie wenige andere Filme der Schwarzen Serie. Der Name des Ereignisses: Scheitern. (H.T.)
 
Einführung von Christoph Huber am 29.5.2026
 
Courtesy Slovenska kinoteka