Permanent Vacation, 1980, Jim Jarmusch

Permanent Vacation

Jim Jarmusch, US 1980; Drehbuch, Schnitt: Jim Jarmusch; Kamera: Tom DiCillo, James A. Lebovitz; Musik: Jim Jarmusch, John Lurie; Darsteller*innen: Leila Gastil, John Lurie, Richard Boes, Maria Duval, Ruth Bolton. 35mm, Farbe, 75 min. Englisch mit dt. UT
 
Allie, vielleicht 16, treibt durch die Tage und Straßen der Lower East Side, ziellos, wohin die Stunden ihn bringen. Die Mutter ist in der Psychiatrie, der Vater weg, wohin – egal. Der Flaneur without a cause trifft auf seinen Runden so manch eigenwillige Gestalt, hört seltsame Geschichten: Da ist der Vietnamveteran, der glaubt, nein: weiß, dass der Krieg noch nicht zu Ende ist; ein Typ, der verrückte Theorien über Charlie Parker und den Doppler-Effekt zum Besten gibt; die Popcornverkäuferin, die sich an einen Film erinnert, in dem Inuit-Jungs am Leben gehalten, die Mädchen aber mit Schnee erstickt werden; und schließlich ist da noch ein Franzose, der in New York sein Babylon finden will. Jarmuschs erster und nahezu bester Film: Nouveau Lost Generation-Kino, ein bisschen breit und sehr somnambul, Shadows von Cassavetes vor Augen, den No Wave-Beat im Blut. (O.M.)