Unser Nachhaltigkeitskonzept

Im November 2025 haben wir eine interne Zwischenprüfung zu unserem Umweltzeichen durchgeführt. Solche Zwischenprüfungen dienen dazu, den aktuellen Umsetzungsstand aller Umweltzeichen-Kriterien systematisch zu überprüfen, mögliche Abweichungen frühzeitig zu erkennen und weitere Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten. Nachdem das Filmmuseum im Mai 2023 mit dem österreichischen Umweltzeichen für Museen ausgezeichnet worden war, ermöglicht dieses Audit eine strukturierte Standortbestimmung, um sicherzustellen, dass die festgelegten Umwelt- und Qualitätsstandards nachhaltig eingehalten und kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Ökologische Nachhaltigkeit
Ressourcenschonung und Energieeffizienz 
Das Filmmuseum geht verantwortungsvoll mit den Ressourcen Energie, Wasser und Abfall um. Die Einführung systematisierter Maßnahmen – darunter die standardisierte Erhebung von Verbrauchskennzahlen oder einfache, aber wirkungsvolle Erinnerungen im Arbeitsalltag wie das Ausschalten von Licht, Geräten und Computern – hat den Energieverbrauch nachhaltig gesenkt.

Wir sind zu einem günstigeren Stromanbieter gewechselt, der uns nun Energie aus 100 % ÖKO-Strom aus Österreich liefert.

Ein weiterer Schritt in der Verbrauchstransparenz ist die Nutzung von Subzählern für Wasser und Strom zwischen Filmmuseum und der angrenzenden Filmbar. Der neue Pächter wird diese Maßnahmen im Sinne nachhaltiger Verantwortung beibehalten und bei Bedarf weiter ausbauen. So gewinnen wir wertvolle Daten zur kontinuierlichen Optimierung.

Abfallreduktion und Kreislaufwirtschaft
Das Filmmuseum setzt auf nachhaltige Produktgestaltung und Wiederverwendung:
  • •Aus gebrauchten Filmmuseum-Plakatplanen entstehen hochwertige Upcycling-Taschen.
  • •Unsere Filmmuseum-T-Shirts bestehen aus Bio-Baumwolle und werden lokal in Wien handbedruckt.
  • •Produkte vergangener Saisonen – etwa Bücher, Plakate oder T-Shirts – werden bei Flohmärkten verkauft und erfahren so eine zweite Nutzungsphase.

CO₂-Reduktion im Filmbetrieb 
Mit der 2021 eingeführten Reihe Collection on Screen zeigen wir Filme ausschließlich aus unserer eigenen Sammlung. Dadurch reduzieren wir den Leihverkehr von Filmkopien und die damit verbundenen nationalen und internationalen Transportwege erheblich.

Darüber hinaus verfolgen wir eine klare Mobilitätsstrategie, die unsere Gäste – darunter Filmemacher*innen, Kurator*innen und Vortragende – dazu anhält, für ihre Reisen vorzugsweise den Zug zu nutzen. Wo immer möglich, wird auf Flugreisen verzichtet, um den CO₂-Fußabdruck von Gastprogrammen und Kooperationen weiter zu minimieren.

Bewusstseinsbildung und Einbindung
Mitarbeiter*innen 
Um das Bewusstsein für ökologische Verantwortung nachhaltig zu stärken, organisieren wir Workshops und Schulungen. Diese fördern das Wissen zu Umweltfragen, motivieren zu ressourcenbewusstem Verhalten und unterstützen die aktive Mitgestaltung des Nachhaltigkeitsprozesses.

Publikum 
Auch unsere Besucher*innen sind in nachhaltige Abläufe eingebunden:
  • •Ein gut sichtbares Mülltrennsystem im Foyer erleichtert die korrekte Abfalltrennung.
  • •Das seit 2020 etablierte Online-Ticketing ermöglicht einen vollständig papierlosen Kinobesuch.
  • •Wir ermutigen unser Publikum, umweltfreundlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad anzureisen.
     
Soziale Nachhaltigkeit
Neben ökologischen Aspekten ist soziale Nachhaltigkeit ein zentraler Bestandteil unseres Selbstverständnisses.
Dazu gehören:
  • •Die dem Betriebsrat vorgelegten Richtlinien und Leitfäden gewährleisten eine verantwortungsvolle und nachhaltige Orientierung für alle Mitarbeitenden.
  • •Telearbeit ist als fester Bestandteil der Arbeitsorganisation etabliert und trägt durch die Reduktion von Arbeitswegen zur Verringerung von CO₂-Emissionen bei.
  • •Ein respektvoller und wertschätzender Umgang im Team wird aktiv gefördert.
  • •Die Interessen der Arbeitnehmer*innen werden gewahrt.
  • •Geschlechtergerechte Organisationsstrukturen werden umgesetzt.
  • •Die kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeitenden wird unterstützt.
  • •Fair-Pay-Richtlinien werden schrittweise umgesetzt.

Barrierefreiheit und Teilhabe 
Unser Kinosaal verfügt über 163 Sitzplätze und zwei Rollstuhlplätze sowie über eine induktive Höranlage. Begleitpersonen von Menschen mit besonderen Bedürfnissen erhalten freien Eintritt.

Als Teil der Initiative Hunger auf Kunst und Kultur stellen wir Kulturpass-Inhaber*innen kostenlose Tickets zur Verfügung und leisten damit einen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe.

Kontinuierliche Verbesserung
Unsere Nachhaltigkeitsmaßnahmen werden regelmäßig überprüft, weiterentwickelt und transparent dokumentiert. So stellen wir sicher, dass wir unsere Ziele langfristig erreichen und aktiv zur Bewahrung unserer Umwelt und Gesellschaft beitragen.

Für Fragen, Anregungen oder Rückmeldungen steht Ihnen Sabine Maierhofer jederzeit zur Verfügung: umwelt@filmmuseum.at
Stand April 2026

He Stands in a Desert Counting the Seconds of His Life, 1964–85, Jonas Mekas
He Stands in a Desert Counting the Seconds of His Life, 1964–85, Jonas Mekas
He Stands in a Desert Counting the Seconds of His Life, 1964–85, Jonas Mekas
 
Österreichisches Umweltzeichen