Collection on Screen

Im September 2021 startete das Österreichische Filmmuseum die neue Reihe Collection on Screen, die sich anhand unserer eigenen Sammlung mit Filmgeschichte auseinandersetzt.

Die meisten Sammlungen, die Museen im Lauf ihres Bestehens er­werben, bleiben größtenteils ungezeigt. Nur ein kleiner Prozentsatz bildet die Basis eines historischen Kanons, der längst einer Revision und Aktualisierung bedarf. Das gilt auch für Filmmuseen. Zudem wird die Zirkulation von analogen Filmkopien immer komplizierter. Sei es aus ökologischer oder konservatorischer Perspektive: Filme sind in vielen Fällen schwer zu ersetzende Museumsobjekte geworden.

All das gibt Anlass, die eigene Sammlung zu beforschen, um neue Werke zu ergänzen und unter verschiedensten Gesichtspunkten aus­zustellen. Unsere mehr als 20.000 Filmtitel umfassende Kollektion, die im Lauf eines halben Jahrhunderts aufgebaut wurde, soll durch Collection on Screen kritisch und kreativ aufbereitet werden. Damit schaffen wir eine Gelegenheit, Klassiker der Filmgeschichte, aber auch kaum bekannte Entdeckungen regelmäßig auf der großen Lein­wand zu sehen. Zugleich sollen bei der Kuratierung der Reihe ent­deckte Lücken in der Sammlung im Lauf der kommenden Jahre durch gezielte Neuerwerbungen geschlossen werden.

Collection on Screen wird dabei in Form von monatlichen oder zweimonatlichen Modulen präsentiert. Jedes dieser Module stellt auf Basis unserer Sammlung einen spezifischen Abschnitt oder Aspekt der Filmgeschichte vor, und im Laufe der Jahre soll es auch möglich sein, Module zu erweitern, zu variieren und zu wiederholen. Es ent­steht eine Dauerausstellung als "work-in-progress": die Aufforderung an uns alle, das, was Kino war, ist oder sein kann, immer wieder neu zu entdecken.

Die Reihe Collection on Screen wird von speziellen Einführungen und Gesprächen sowie mit ausgewählten Texten begleitet.

Ermäßigte Tickets (3 Euro) für Studierende mit Mitgliedschaft
 

Die einzelnen Programme im Überblick:

 
Hubad sa ilalim ng buwan (Nackt unter dem Mond), 1999, Lav Diaz

Lav Diaz 2

Okt 2022
Rainbow Dance, 1936, Len Lye

Musikfilme

Juli / August 2022
Blind Husbands, 1919, Erich von Stroheim

Erich von Stroheim 1

März / April 2022
La Cérémonie (Biester), 1995, Claude Chabrol

Claude Chabrol

März / April 2022
2 ou 3 choses que je sais d'elle (Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiß), 1967, Jean-Luc Godard

Nouvelle Vague

März / April 2022
Ran, 1985, Kurosawa Akira

Kurosawa Akira

Jänner / Februar 2022
John Cassavetes am Set von A Woman Under the Influence

John Cassavetes

Dezember 2021
Invocation of My Demon Brother, 1969, Kenneth Anger (Kadervergrößerung ÖFM)

Das Groteske

Okt/Nov 2021
Umberto D., 1952, Vittorio De Sica

Neorealismo

Sept/Okt 2021
Maria Lassnig in Stone Lifting. A Self Portrait in Progress (1971–75, Maria Lassnig) © Maria Lassnig Stiftung

Positionen ...

Sept/Okt 2021