Augusts Orte, 2021, Valérie Pelet

Augusts Orte

Valérie Pelet, AT 2021, DCP, Farbe, 42 min. Deutsch

déjà vu

Lisl Ponger, AT 1999, 35mm, Farbe, 23 min
 
Lose Grenzziehungen zwischen Blicken und Angeblickt-Werden, Reisen und Fliehen. Valérie Pelet folgt der Route ihres Schwagers von Marokko nach Österreich. Er darf sich nicht mehr im Schengenraum aufhalten, hört man aus dem Off, während im Bild die Sonnenbäuche glänzen. Irgendwann fallen Fluchtbewegungen und Tourismus in der Augustluft zusammen, man ahnt, dass man sich in einer unwirklichen Gleichzeitigkeit bewegt, die von einer strandbetulichen Gleichgültigkeit Europas berichtet. Lisl Ponger hinterfragt weniger die Reisenden selbst als ihren kolonialistisch gefärbten Blick auf die Welt. Ihr Film ist eine Found-Footage-Collage aus Reisefilmen, denen eine unübersetzt bleibende babylonische Sprachanhäufung gegenübersteht: Auf der Tonspur erzählen jene, die von den Reisenden an fernen Orten gefilmt werden, von Unterdrückung und Flucht. (P.H.)
 
In Anwesenheit von Valérie Pelet