Duisburger Filmwoche zu Gast
50 Jahre Gegenwart. Material und Geschichte
11. bis 13. Juni 2026
Zum dritten Mal in Folge gastiert die Duisburger Filmwoche mit einem Programm im Österreichischen Filmmuseum, diesmal aus Anlass ihres 50-jährigen Jubiläums. Präsentiert werden sechs Programme mit Arbeiten aus der Geschichte des Festivals, das das Dokumentarfilmschaffen im deutschsprachigen Raum nach wie vor maßgeblich prägt. Die heuer ausgewählten Filme loten die Verhältnisse zwischen Material und Geschichte, Medien und Gegenwärtigkeit aus. Nach einigen Vorführungen wird intensiv mit Filmemacher*innen und Publikum diskutiert.
Zu sehen gibt es Filmrollen und Videokassetten, gefundene und verlorene Bilder, verbotene und wie zufällig gedrehte Aufnahmen oder mit Emojis garnierte Make-up-Routinen. Das Filmkorn tanzt auf den Gesichtern, der Ton ersäuft im Rauschen des Umgebungswindes, ein digitaler Glitch verdeckt offengelegte Wirklichkeiten. Es ist nicht immer leicht, Geschichte(n) und Gegenwart aus dem Material zu bergen. Das Dokumentarische ist auch ein Überschuss an Bildern, die womöglich etwas ganz anderes erzählen wollten. Es ist die Lesart, die Filmemacher*innen dem Material geben, das sie drehen oder finden, durchdringen und montieren. Es ist das, was die Zuseher*innen selbst im Material entdecken.
Entlang unsichtbarer und realer Grenzen bewegen sich die ausgewählten Arbeiten mal mit schelmischer Freude, mal mit politischem Furor zwischen Zuhause und Reise, Anti-Heimat und Verlorenheit, Migration und Tourismus, russischen Enklaven und dem ewigen Eis. Stets kommentieren Material und Form dabei die Möglichkeiten, das in Bildern und der Gesellschaft Verdrängte ins Licht der Gegenwart zu zerren. (Patrick Holzapfel)
In Anwesenheit von Alexander Scholz, Eva Königshofen und Patrick Holzapfel (Duisburger Filmwoche) sowie der Filmemacher:innen Johann Feindt, Volko Kamensky, Valérie Pelet
Zum dritten Mal in Folge gastiert die Duisburger Filmwoche mit einem Programm im Österreichischen Filmmuseum, diesmal aus Anlass ihres 50-jährigen Jubiläums. Präsentiert werden sechs Programme mit Arbeiten aus der Geschichte des Festivals, das das Dokumentarfilmschaffen im deutschsprachigen Raum nach wie vor maßgeblich prägt. Die heuer ausgewählten Filme loten die Verhältnisse zwischen Material und Geschichte, Medien und Gegenwärtigkeit aus. Nach einigen Vorführungen wird intensiv mit Filmemacher*innen und Publikum diskutiert.
Zu sehen gibt es Filmrollen und Videokassetten, gefundene und verlorene Bilder, verbotene und wie zufällig gedrehte Aufnahmen oder mit Emojis garnierte Make-up-Routinen. Das Filmkorn tanzt auf den Gesichtern, der Ton ersäuft im Rauschen des Umgebungswindes, ein digitaler Glitch verdeckt offengelegte Wirklichkeiten. Es ist nicht immer leicht, Geschichte(n) und Gegenwart aus dem Material zu bergen. Das Dokumentarische ist auch ein Überschuss an Bildern, die womöglich etwas ganz anderes erzählen wollten. Es ist die Lesart, die Filmemacher*innen dem Material geben, das sie drehen oder finden, durchdringen und montieren. Es ist das, was die Zuseher*innen selbst im Material entdecken.
Entlang unsichtbarer und realer Grenzen bewegen sich die ausgewählten Arbeiten mal mit schelmischer Freude, mal mit politischem Furor zwischen Zuhause und Reise, Anti-Heimat und Verlorenheit, Migration und Tourismus, russischen Enklaven und dem ewigen Eis. Stets kommentieren Material und Form dabei die Möglichkeiten, das in Bildern und der Gesellschaft Verdrängte ins Licht der Gegenwart zu zerren. (Patrick Holzapfel)
In Anwesenheit von Alexander Scholz, Eva Königshofen und Patrick Holzapfel (Duisburger Filmwoche) sowie der Filmemacher:innen Johann Feindt, Volko Kamensky, Valérie Pelet
Zusätzliche Materialien