U2: Rattle and Hum, 1988, Phil Joanou (Foto: Filmarchiv Austria)

U2: Rattle and Hum

Regie, Drehbuch, Schnitt: Phil Joanou; Kamera: Robert Brinkmann, Jordan Cronenweth; mit: U2, B.B. King. US, 1988, 35mm, Farbe und sw, 98 min. Englisch mit dt. UT
 
Nachdem sie ihr fünftes Album The Joshua Tree (1987) zu Pop-Weltstars machte, legten die irischen Rocker U2 mit Rattle and Hum ein Multimediapaket vor: Zum gleichnamigen Doppelalbum mit Studioaufnahmen und Live-Tracks kam dieser Dokumentarfilm. The Joshua Tree war vom zwiespältigen Verhältnis der Band zu den USA geprägt: einerseits Bewunderung für die reiche musikalische Tradition des Landes, andererseits Verachtung für dessen Politik. In Rattle and Hum sah man nun U2 auf Reisen quer durch die Vereinigten Staaten, hauptsächlich bei Auftritten, aber auch in eindrucksvollen Landschaften und an Orten wie Harlem und Graceland. Wie reizvoll Musikdokumentationen für das Publikum sind, ist üblicherweise vom individuellen Musikgeschmack abhängig, aber Regisseur Phil Joanou fängt das Gefühl, bei einem Livekonzert dabei zu sein, so überzeugend ein, dass Rattle and Hum auch für diejenigen etwas bietet, die U2 nicht schätzen. (J.M.)

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