Laila in Haifa, 2020, Amos Gitai

Laila in Haifa

Amos Gitai, IL/FR 2020
Drehbuch: Amos Gitai, Marie-José Sanselme; Kamera: Éric Gautier; Schnitt: Yuval Orr; Musik: Alexey Kochetkov; Darsteller*innen: Maria Zreik, Khawla Ibraheem, Bahira Ablassi, Naama Preis, Clara Khoury, Tsahi Halevi. DCP, Farbe, 99 min. Diverse Sprachen mit dt. UT
 
Für Laila in Haifa kehrt der Kinoveteran Gitai zu seinen bevorzugten Themen und formalen Ansätzen zurück. Wir folgen den Geschichten von fünf Frauen im Verlauf einer Nacht. Mit einem kleinen Schauplatz – einem Nachtklub in der Hafenstadt Haifa – und einem Ensemble aus israelischen und palästinensischen Schauspieler*innen gestaltet Gitai erneut eine Metapher für die Region und ihre kulturelle Vielfalt. Eine Frage, die er in diesem Laborversuch besonders dringlich stellt, ist jene nach der Rolle von Kunst in einer Gesellschaft, die von Hass und endemischer Gewalt gezeichnet ist: Kann sie wirklich Brücken bauen, Dialog ermöglichen, Mitgefühl erzeugen, wenn alles außer Kontrolle zu geraten scheint? Als Antwort bestätigt Gitai seine Überzeugung, dass friedliche Koexistenz nicht nur möglich, sondern notwendig ist: "Wir lernen, dass wir anders sein können, aber wir müssen die anderen nicht töten oder zerstören. Jede Gesellschaft braucht das 'Andere' in sich. Es ist Teil der modernen Welt, jenseits des Nahen Ostens." (J.M.)
 
Courtesy Cinémathèque suisse

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