Vielfalt braucht Übersicht

Plakat Cavani/Bellocchio (Motiv: I cannibali, 1969, Liliana Cavani)

Dies hier ist das erste Vorwort, das ich seit 2021 schreibe. Grund für die lange Pause war nicht zuletzt der Platzmangel, denn seit 2017 ist unser Programm umfangreicher, vielfältiger, aber auch kleinteiliger geworden. Zu den großen Monatsretrospektiven, dem zyklischen Programm Was ist Film und den Personalen haben sich neue, regelmäßige Programmschienen gesellt, von Collection on Screen über Kino für die Kleinsten bis zu Treibgut. Dazu kommen Vorträge und Symposien, Werkstattgespräche sowie Premieren.

 
Vielfalt wie diese braucht Übersicht. Anstatt das kleinformatige Programmheft noch dicker und damit unhandlich zu machen, haben wir zum Befreiungsschlag ausgeholt. Sie sehen hier unsere neue "Programmzeitung" als PDF vor sich: ein Großformat, in dem Sie wie gewohnt die beliebten Filmtexte, ausführliche Credits, Bilder und den Spielplan vorfinden. Das großzügige Layout erlaubt eine strukturierte Programmpräsentation, die auch Einblicke in unsere Arbeit in Restaurierung, Sammlungen und Forschung erlaubt. Der (gedruckte) Spielplan lässt sich nun – als Hommage an das legendäre Packpapier-Programm der ersten Dekaden des Filmmuseums – herausnehmen und wird überdies als separate Drucksorte im Filmmuseum und an mehr als 300 weiteren Orten aufliegen. Wir hoffen, dass diese Neugestaltung Ihren Gefallen findet. 1964, vor 60 Jahren, begannen Peter Konlechner und Peter Kubelka damit, als Verein Österreichisches Filmmuseum an verschiedenen Orten Wiens Filme zu zeigen. Der Rest ist (lebendige) Geschichte, die wir mit Begeisterung in die Zukunft führen. Das feiern wir unter anderem am 14. März mit einem "Offenen Haus" im Unsichtbaren Kino und an der Filmbar, aber eigentlich jeden Tag, an dem unsere Ausstellungen auf der Leinwand stattfinden.
 
Das Team des Filmmuseums und ich wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und spannende Kinobesuche.

Michael Loebenstein

Dank

Carmen Accaputo (Fondazione Cineteca di Bologna); Moïra Cambridge, André Schäublin (Cinémathèque suisse); Maria Coletti, Anna Maria Licciardello, Domenico Monetti (Cineteca Nazionale); Nicola Locatelli, Antonella Olivetto (Italienisches Kulturinstitut in Wien); Marius Mrkvicka (Filmladen); Germana Ruscico (Cinecittà); Giovanni Spagnoletti; Darko Štrukelj (Slovenska kinoteka); Jon Wengström (Swedish Film Institute); Laura Kobler (Wiener Symphoniker); Helga Fanderl; Philipp Fleischmann (Schule Friedl Kubelka für unabhängigen Film); Karin Berger; Monika Bernold; Philipp Grandits (Amour fou Vienna); Monika Lendl, Johannes Rosenberger, Constantin Wulff (Navigator Film); Manfred Neuwirth (Medienwerkstatt); Gerald Weber (sixpackfilm); Michael Pilz
 
Vielen Dank an unsere Programmpartner*innen!
 
Impressum
Medieninhaber: Österreichisches Filmmuseum. Für den Inhalt verantwortlich: Christoph Huber, Andrea Pollach; alle: 1010 Wien, Augustinerstraße 1. Corporate Design, Grafik und Produktion: Gabi Adébisi-Schuster. Druck: Medienfabrik Graz. Fotos: Soweit nicht anders ausgewiesen stammen die Bilder aus der Fotosammlung Österreichisches Filmmuseum. 
 
Texte/Moderationen für dieses Programm:
Monika Bernold lebt, lehrt und arbeitet in Wien. Zeithistorikerin, Kultur- und Medienwissenschaftlerin. Zahlreiche Projekte und Veröffentlichungen zu feministischer (Auto-)Biografieforschung, Konsum- und Mediengeschichte, Geschichte und Theorie der visuellen Kultur. 
Philipp Fleischmann lebt und arbeitet als Künstler und Filmemacher in Wien. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Medium des analogen Films. Seit 2014 ist er künstlerischer Leiter der Schule Friedl Kubelka für unabhängigen Film in Wien.
Djamila Grandits ist in Wien lebende Kuratorin und Teil von CineCollective. Sie beschäftigt sich mit Verstrickungen und kollektiven Prozessen.
Christina Höfferer lebt in Rom und ist Kulturhistorikerin und Journalistin. Sie ist Feature-Autorin für Radiosender, veröffentlicht literaturkritische und kulturhistorische Essays, die sich der Kultur Italiens widmen. 
Olaf Möller ist Filmwissenschaftler, Kritiker und Kurator sowie Mitglied diverser Auswahlkommissionen bei internationalen Filmfestivals. 
Österreichisches Filmmuseum Christoph Huber, Kurator • Stefan Huber, Leitung Vermittlung • Michael Loebenstein, Direktor und Geschäftsführer • Andrea Pollach, Programmabteilung • Elisabeth Streit, Leitung Bibliothek • Tom Waibel, Amos Vogel Library

A Clearer Overview of Diversity

This is the first foreword I have written since 2021. A primary reason for the long break was lack of space, because since 2017, our program has become more extensive and diverse. In addition to our monthly retrospectives, the cyclical program What Is Film, and our director focuses, new, regular series been created, from Collection on Screen to Cinema for Little Ones, and Flotsam. There are also lectures and symposiums, workshop talks, and premieres.
 
A clear overview of this kind of diversity is necessary. Rather than making the small-format program booklets even thicker and harder to handle, we've opted for a different change. You can find our new 'program newsletter' here: a large-format in which you will, as usual, find our popular film descriptions, thorough credits, images, and the screening schedule. The generous layout allows for a clear presentation of the program along with glimpses into our restoration, collection, and research activities. The (printed) schedule is removable – in homage to the legendary wrapping-paper-style program from the Film Museum's first decades – and will also be available on its own at the Film Museum and more than 300 other locations. We hope you like the new design. 60 years ago, in 1964, Peter Konlechner and Peter Kubelka began showing films in different places around Vienna as the Austrian Film Museum Association. The rest is (living) history, which we are excited to carry into the future. We will celebrate this on March 14 with an "open house" in the Invisible Cinema and the Filmbar as well as all the other days when our exhibitions happen on the screen.
 
The Film Museum's team and I wish you very good reading and exciting trips to the cinema.
 
 Michael Loebenstein