Kanon und Bildersturm
Im Jahr 2026 setzen wir die mittlerweile bewährte, vielfältige Programmphilosophie des Filmmuseums fort, mit einer Mischung aus historischen Retrospektiven mit Leihgaben internationaler Partnerinstitutionen und Filmschauen, die aus der eigenen Museumssammlung kuratiert werden.
Ein thematischer roter Faden lässt sich im Verhältnis zwischen bildender Kunst und Film erkennen. 2026 stellen wir in mehreren Stationen grundlegende Fragen nach dem Charakter des Bildes zwischen Wahrheitsanspruch und Abstraktion, den Repräsentationsformen der Kunst und den Grenzbereichen zwischen Malerei, Fotografie und Film.
Das Werk des Malers, Designers und Schriftstellers Derek Jarman ist hier zentral. Er nimmt eine führende Position unter den Kunstschaffenden Großbritanniens des 20. Jahrhunderts ein. Für unseren Autor Neil Young war Jarman ein fröhlicher Kämpfer an der kulturellen Front, ein engagierter Internationalist – und ein "Renaissance-Mensch": provokativ, poetisch, politisch, ein Pirat, ein Maler, ein Pionier, ein Punk. Seine Filme – von Sebastiane über Caravaggio bis zum abschließenden Blue – bilden eine filmische Galaxie voll glitzernder Opulenz, die jedoch nie die rohe Energie des Punk ablegte, aus der sie entstand.
Dass seit Herbst 2025 alle Sammlungen im neuen Filmmuseum LAB unter einem Dach sind, ermöglicht uns, neue Zusammenhänge herzustellen. Mit "Liebe auf den ersten Blick" präsentieren wir Regiedebüts aus der Sammlung – an die 60 Titel bis zum Sommer. Wir zeigen berühmte Erstlingswerke des 20. Jahrhunderts (von Stroheim, Buñuel, Welles, Godard, Akerman, Lynch, Kitano) und werfen einen Blick ins neue Jahrtausend.
Abgerundet wird dieses sehr vielfältige, schräge, bilderstürmerische wie kanonische Frühjahrsprogramm mit zwei neuen Editionen von Kino für die Kleinsten sowie einem Filmprogramm, das sich in Zusammenarbeit mit dem Wien Museum den Verbindungen zwischen dem "Roten Wien" und der revolutionären Bildsprache Otto Neuraths sowie der Dokumentarfilmbewegung Großbritanniens der 1940er Jahre widmet.
Michael Loebenstein
Vielen Dank an unsere Programmpartner*innen!
Elaine Brennan ist Pianistin, mit besonderem Interesse für klassische Improvisation kreiert sie Live-Musik für Filme und komponiert in Echtzeit am Klavier.
Simon Fisher Turner ist Musiker, Komponist, Musikproduzent und Schauspieler; langjährige Zusammenarbeit mit Derek Jarman.
Kim Lange (K.L.) ist Filmfestivalmitarbeiterin, Kuratorin und Filmvermittlerin mit Fokus auf junges Publikum.
Lisa Mai (L.M.) ist Festivalleiterin (u. a. dotdotdot, Kikeriki) und Filmvermittlerin mit Fokus auf junges Publikum.
James Mckay (J.Mc.) ist Filmproduzent (Projekte u. a. mit Derek Jarman) sowie Kurator für Kinos, Festivals und Galerien.
Günther Sandner ist Politikwissenschaftler und Historiker, Veröffentlichungen zu den Themen Politik und intellektuelle Geschichte.
Karin Schiefer (K.S.) ist Filmpublizistin und Öffentlichkeitsarbeiterin, Dozentin an der Filmakademie Wien sowie Moderatorin und Übersetzerin.
Werner Michael Schwarz ist Historiker und Kurator im Wien Museum mit Schwerpunkt Stadt-, Medien- und Filmgeschichte.
Harry Tomicek (H.T.) war langjähriger Autor von Filmtexten für das Filmmuseum; Buchveröffentlichungen und Artikel über Filmschaffende und Genres.
Neil Young (N.Y.) ist freier Autor, Kurator und Filmemacher sowie Berater und Moderator bei zahlreichen Festivals.
Österreichisches Filmmuseum: Christoph Huber (C.H.), Stefan Huber, Michael Loebenstein, Jurij Meden (J.M.), Andrea Pollach (A.P.), Elisabeth Streit (E.S.), Tom Waibel (T.W.)
Ein thematischer roter Faden lässt sich im Verhältnis zwischen bildender Kunst und Film erkennen. 2026 stellen wir in mehreren Stationen grundlegende Fragen nach dem Charakter des Bildes zwischen Wahrheitsanspruch und Abstraktion, den Repräsentationsformen der Kunst und den Grenzbereichen zwischen Malerei, Fotografie und Film.
Das Werk des Malers, Designers und Schriftstellers Derek Jarman ist hier zentral. Er nimmt eine führende Position unter den Kunstschaffenden Großbritanniens des 20. Jahrhunderts ein. Für unseren Autor Neil Young war Jarman ein fröhlicher Kämpfer an der kulturellen Front, ein engagierter Internationalist – und ein "Renaissance-Mensch": provokativ, poetisch, politisch, ein Pirat, ein Maler, ein Pionier, ein Punk. Seine Filme – von Sebastiane über Caravaggio bis zum abschließenden Blue – bilden eine filmische Galaxie voll glitzernder Opulenz, die jedoch nie die rohe Energie des Punk ablegte, aus der sie entstand.
Dass seit Herbst 2025 alle Sammlungen im neuen Filmmuseum LAB unter einem Dach sind, ermöglicht uns, neue Zusammenhänge herzustellen. Mit "Liebe auf den ersten Blick" präsentieren wir Regiedebüts aus der Sammlung – an die 60 Titel bis zum Sommer. Wir zeigen berühmte Erstlingswerke des 20. Jahrhunderts (von Stroheim, Buñuel, Welles, Godard, Akerman, Lynch, Kitano) und werfen einen Blick ins neue Jahrtausend.
Abgerundet wird dieses sehr vielfältige, schräge, bilderstürmerische wie kanonische Frühjahrsprogramm mit zwei neuen Editionen von Kino für die Kleinsten sowie einem Filmprogramm, das sich in Zusammenarbeit mit dem Wien Museum den Verbindungen zwischen dem "Roten Wien" und der revolutionären Bildsprache Otto Neuraths sowie der Dokumentarfilmbewegung Großbritanniens der 1940er Jahre widmet.
Michael Loebenstein
Dank an
Hannah Prouse, Rod Rhule (BFI); James Mackay (Basilisk); Simon Fisher Turner; Neil Young; Friedrich von Brühl (Luma); Stephan Kagelmann, Mario Raoli (Salzgeber); Christina Schnitzhofer (Filmarchiv Austria)Vielen Dank an unsere Programmpartner*innen!
Impressum
Medieninhaber: Österreichisches Filmmuseum; Redaktion: Christoph Huber, Andrea Pollach; 1010 Wien, Augustinerstraße 1. Grafik: Gabi Adébisi-Schuster. Druck: Medienfabrik Graz. Fotos: Soweit nicht anders ausgewiesen stammen die Bilder aus der Fotosammlung Österreichisches Filmmuseum. Coverbild: Caravaggio (1986, Derek Jarman)Mitwirkende
Kuratierung/Texte/Moderationen/EinführungenElaine Brennan ist Pianistin, mit besonderem Interesse für klassische Improvisation kreiert sie Live-Musik für Filme und komponiert in Echtzeit am Klavier.
Simon Fisher Turner ist Musiker, Komponist, Musikproduzent und Schauspieler; langjährige Zusammenarbeit mit Derek Jarman.
Kim Lange (K.L.) ist Filmfestivalmitarbeiterin, Kuratorin und Filmvermittlerin mit Fokus auf junges Publikum.
Lisa Mai (L.M.) ist Festivalleiterin (u. a. dotdotdot, Kikeriki) und Filmvermittlerin mit Fokus auf junges Publikum.
James Mckay (J.Mc.) ist Filmproduzent (Projekte u. a. mit Derek Jarman) sowie Kurator für Kinos, Festivals und Galerien.
Günther Sandner ist Politikwissenschaftler und Historiker, Veröffentlichungen zu den Themen Politik und intellektuelle Geschichte.
Karin Schiefer (K.S.) ist Filmpublizistin und Öffentlichkeitsarbeiterin, Dozentin an der Filmakademie Wien sowie Moderatorin und Übersetzerin.
Werner Michael Schwarz ist Historiker und Kurator im Wien Museum mit Schwerpunkt Stadt-, Medien- und Filmgeschichte.
Harry Tomicek (H.T.) war langjähriger Autor von Filmtexten für das Filmmuseum; Buchveröffentlichungen und Artikel über Filmschaffende und Genres.
Neil Young (N.Y.) ist freier Autor, Kurator und Filmemacher sowie Berater und Moderator bei zahlreichen Festivals.
Österreichisches Filmmuseum: Christoph Huber (C.H.), Stefan Huber, Michael Loebenstein, Jurij Meden (J.M.), Andrea Pollach (A.P.), Elisabeth Streit (E.S.), Tom Waibel (T.W.)