Pojken och draken (Der Junge und der Drachen), 1962, Jan Troell, Bo Widerberg (Foto: Swedish Film Institute)

Pojken och draken (Der Junge und der Drachen)

Regie, Drehbuch, Schnitt: Jan Troell, Bo Widerberg; Kamera: Jan Troell; Darsteller: Ale Möller. SE, 1962, DCP (von 16mm), sw, 30 min. Schwedisch mit engl. UT
 
Der jung als Romancier erfolgreiche Bo Widerberg publiziert 1962 ein Buch über den schwedischen Film, in dem er parallel zu François Truffauts Abrechnung mit dem etablierten französischen Kino die Altvorderen, insbesondere Ingmar Bergman, attackiert und eine "Neue Welle" fordert. Er kann seine Thesen erfolgreich umsetzen, zuerst indem noch im selben Jahr diese bemerkenswerte Fingerübung für zwei Weltkarrieren entsteht, die bereits viele spätere Anliegen enthält: Widerbergs Partner dabei ist Jan Troell, ein Lehrer, der sich nebenbei an vielversprechenden Kurzfilmen versucht hat und vor allem auch als Kameramann außerordentliches Talent zeigt. Das Sujet klingt nach wenig: Ein Junge verbringt seinen Geburtstag anders als erwartet. Doch dahinter offenbaren die beiden Filmemacher einen authentischen Blick auf vernachlässigte Lebenswirklichkeiten und eine Sensibilität für menschliche Gefühle, die schon Großes ahnen lässt. (C.H.)
 
1 Euro Solidarbeitrag für Aktion Kulturpass
 
Am 6.10. um 21.00 wird außerdem Pojken och draken als Vorfilm zu Kvarteret Korpen (Das Rabenviertel) gezeigt.

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