Bugsy, 1991, Barry Levinson (Foto: Filmarchiv Austria)

Bugsy

Regie: Barry Levinson; Drehbuch: James Toback; Kamera: Allen Daviau; Schnitt: Stewart Linder; Musik: Ennio Morricone; Darsteller*innen: Warren Beatty, Annette Bening, Harvey Keitel, Ben Kingsley, Elliott Gould, Joe Mantegna, Bebe Neuwirth. US, 1991, 35mm, Farbe, 135 min. Englisch
 
The Rise and Fall of Bugsy Siegel. Den Spitznamen "Bugsy" bekam der jüdische Gangster Benjamin Siegel für seine Unberechenbarkeit (vom Slangwort "bugs" für "verrückt"), legendär wurde er zudem durch sein Nahverhältnis zu Hollywood – und durch seine zunächst ebenfalls verrückt scheinende Idee, in einer Wüstenstadt mit Casino-Hotels zu reüssieren. Als Las Vegas dann wirklich groß wurde, hatte die Konkurrenz Bugsy schon ermordet. Barry Levinsons Bugsy bündelt die letzte Dekade seines Lebens zum Ausnahmeopus im 1990er-Hollywood, das im Stil klassischen Studiokinos Gangsterfilm und großes Melodram kombiniert – Allegorie auf den Amerikanischen Traum und aufs Filmemachen selbst inbegriffen. Warren Beatty ist idealbesetzt als krimineller Dandy, der sogar beim Verprügeln innehält, um sich den Scheitel zu richten. Für Morricone war Bugsy eine seiner befriedigendsten Hollywood-Erfahrungen, weil er seine Experimente mit Obertönen fortführen konnte. (C.H.)

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