Dersu Uzala (Uzala, der Kirgise), 1975, Kurosawa Akira

Dersu Uzala (Uzala, der Kirgise)

Regie: Kurosawa Akira; Drehbuch: Kurosawa Akira, Yuriy Nagibin nach dem Roman von Vladimir Arsenev; Kamera: Fyodor Dobronravov, Yuriy Gantman, Nakai Asakazu; Schnitt: Valentina Stepanova; Musik: Isaak Schwarz; Darsteller*innen: Yuriy Solomin, Maksim Munzuk, Mikhail Bychkov, Vladimir Khrulyov. SU/JP, 1975, 35mm, Farbe, 141 min. Russisch mit engl. UT
 
Kurosawas erster Film nach schwerer Krise und Selbstmordversuch ist komponiert aus durchsichtigen Bildern voll Weiträumigkeit und Ruhe. Ein zugefrorener See mit glänzenden Binsen im Licht der sinkenden Sonne, Wälder in Herbstfarbe und der von Rot ins Blau, von Blau ins Schwarz spielende Himmel der beginnenden Nacht. Dersu Uzala erzählt die Geschichte einer Freundschaft. Was Arsenev, den Forscher, Landvermesser und Schriftsteller, und Uzala, den alten kirgisischen Pelztierjäger bindet, ist die Liebe zur Ussuri-Taiga, ist das Land selbst, das In-sich-Kreisen und Verhaltensein der Natur. Taiga bedeutet Unendlichkeit und ein Abglanz davon durchweht den Film, aufgefangen vom schmerzvollen Bewusstsein eines beginnenden Endes. Wie John Fords Filme sind Kurosawas schönste Werke Abschiede. (H.T.)

Spieltermine:

So 30.01.2022 19:30
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Achtung: geänderte Beginnzeit!