Taiga, 1992, Ulrike Ottinger © Ulrike Ottinger

Taiga

Regie, Drehbuch, Kamera: Ulrike Ottinger; Schnitt: Bettina Böhler; Ton: Andreas Mücke. DE, 1992, DCP (von 16mm), Farbe, 501 min. Mongolisch/Tuwinisch mit engl. UT
 
Inmitten atemberaubender Landschaftspanoramen unternimmt Ulrike Ottinger eine Reise zu den Yak- und Rentier-Nomaden im nördlichen Teil der Mongolei. Dort trifft sie Schamaninnen und ihre Familien, Jäger und Hirten, beobachtet ihre Feste, religiösen Riten und Alltagsverrichtungen. In langen Sequenzen lässt die Filmemacherin uns daran teilhaben, wie geheiratet, Jurten abgebaut oder Weiße Speisen zubereitet wird, entwirft dabei ein Bild von Gemeinschaften und Kulturen, für die Ressourcenschonung und Achtsamkeit keine Modebegriffe sind. Die Erzählungen der Protagonist*innen zeugen ebenso vom Vergehen der Zeit und den historischen Veränderungen wie die Bewegung des Films, der langsam von der Wildnis über Blockhütten-Siedlungen bis in den Freizeitpark der Stadt Ulaanbaatar führt. (A.P.)
 
Courtesy Arsenal