Shut Up & Sing, 2006, Barbara Kopple, Cecilia Peck

Shut Up & Sing

Regie, Drehbuch: Barbara Kopple, Cecilia Peck; Kamera: Christine Burril, Luis Lopez, Seth Gordon, Gary Griffin, Joan Churchill; Schnitt: Bob Eisenhardt, Jean Tsien, Aaron Kuhn, Emma Morris; mit: Emily Robison, Martie Maguire, Natalie Maines. US, 2006, 35mm, Farbe, 91 min. Englisch mit dt. UT
 
Die Dixie Chicks galten 2003 als bestselling female group in history, als Sängerin Natalie Maines bei einem Konzert ihrem Protest gegen den ungerechtfertigten Krieg der USA gegen den Irak Ausdruck verlieh: "We do not want this war, this violence. And we're ashamed that the President of the United States is from Texas." Die hasserfüllten Reaktionen auf diesen Akt der freien Meinungsäußerung lassen sich verknappt in der titelgebenden Aufforderung "Shut up and sing" zusammenfassen. Sie gehen aber weit darüber hinaus, zeigen sie doch, mit welchen Anfeindungen Frauen rechnen müssen, wenn sie öffentlich zu politischen Themen Stellung beziehen. Für die drei Musikerinnen setzte eine Dynamik ein: Sie mussten ihr Verhältnis zueinander und zu ihren Fans sowie die Ausrichtung ihrer Musik neu definieren. Dass sie ihrer politischen Haltung treu blieben, bewiesen The Chicks 2020, als sie zur Unterstützung der Black-Lives-Matter-Bewegung das "Dixie", Synonym für die Konföderierten Staaten und ihre Pro-Sklaverei-Haltung, aus ihrem Namen strichen. (A.P.)