Napló gyermekeimnek (Tagebuch für meine Kinder), 1984, Márta Mészáros (Foto: National Film Institute – Film Archive Hungary)

Napló gyermekeimnek (Tagebuch für meine Kinder)

Márta Mészáros. HU, 1984, 35mm, sw, 103 min. Ungarisch mit engl. UT
 
Der erste Teil der Tagebuch-Trilogie über das kommunistische Ungarn der Nachkriegszeit, erzählt anhand der Familiengeschichte von Mészáros – trotz geänderter Namen sind die Filme offen autobiografisch. Mészáros' Vater, ein Bildhauer, und ihre Mutter emigrierten zusammen mit der fünfjährigen Márta in den 1930er Jahren ins sowjetische Kirgisistan. Napló gyermekeimnek beginnt in den späten 1940er Jahren, als die bereits verwaiste Juli (Zsuzsa Czinkóczi) nach Budapest zurückkehrt. Das Zusammenleben mit ihrer streng kommunistischen Pflegemutter ist für sie unerträglich, und so zieht Juli zu János (Jan Nowicki), einem aus der westlichen Emigration zurückgekehrten Kommunisten, der sie an ihren Vater erinnert. Mészáros begann bereits 1963 mit der Arbeit am Drehbuch, aber noch in den frühen 1980er Jahren war es problematisch, den Stoff zu verfilmen. Nach der Fertigstellung 1982 wurde die Kopie des Films beschlagnahmt und konnte erst 1984 in Cannes uraufgeführt werden, wo er den Großen Preis der Jury gewann. (T.V.)