Hahaha, 2010, Hong Sangsoo

Hahaha

Hong Sangsoo. KR, 2010, 35mm, Farbe, 115 min. Koreanisch mit engl. UT
 
Auch Hahaha arbeitet mit dem Wissensgefälle zwischen lächerlichen männlichen Figuren, die über die größeren Zusammenhänge, in die ihr Handeln und Sprechen eingewoben ist, nichts wissen und dem Mehrwissen der Zuschauer*innen, die über die Verstrickung der Figuren eine größere Übersicht zu haben scheinen. Die Rahmenhandlung: Zwei Freunde, ein Filmregisseur und ein Filmkritiker, berichten sich bei unzähligen Tassen Makgeulli (koreanischer Reiswein) von ihrer kürzlichen Reise in die Hafenstadt Tongyeong, die sie unabhängig voneinander unternommen haben. Obwohl sich ihre amourösen Geschichten in ihren jeweiligen Rückblenden miteinander verstricken, bleiben die beiden völlig ahnungslos von dieser Überschneidung. Hahaha ist Hongs vielleicht hintergründigste Lektion einer "dramatischen Ironie" (Ekkehard Knörer), den Zuschauer*innen eine scheinbare kognitive Überlegenheit zu vermitteln und dann doch immer wieder den Boden unter den Füßen zu entziehen. Hongs Suspense: Wer lacht hier eigentlich über wen? (S.L.)
 
Courtesy Korean Film Archive