Teorema, 1968, Pier Paolo Pasolini

Teorema

Pier Paolo Pasolini. IT, 1968, 35mm, Farbe und sw, 98 min. Italienisch mit engl. UT
 
Teorema ist trotz seiner klaren Struktur einer der rätselhaftesten Filme Pasolinis. Stumme Totalen auf fünf Menschen (u.a. Silvana Mangano, Massimo Girotti, Laura Betti und Anne Wiazemsky), die in der Stadtszenerie Mailands und im Dekor einer großbürgerlichen Wohnung seltsam verloren erscheinen, wechseln mit gedichtartigen Monologen und Bildern einer Wüstenlandschaft. Das Auftauchen eines Fremden (Terence Stamp), Sendboten der anderen Welt, halb sanfter Dämon, halb libidinöser Engel, lässt das anfängliche Schwarzweiß in Farbe umschlagen und ruft radikale Veränderungen bei allen Charakteren hervor. Als gälte es, ein Experiment durchzuführen, gliedert Pasolini Teorema streng in drei Teile: Vorbereitung, Versuch, Beobachtung der Reaktion. Aber der Versuch ist eine poetische Fiktion, die Fiktion der Einbruch des Göttlichen – und dieses wiederum eine erotische Erleuchtung, die die Protagonisten in Verwirrung oder nackte Verzweiflung versetzt. "Die Menschen bleiben auf sich selbst zurückgeworfen", sagt Pasolini. "Die Bourgeoisie hat den Sinn fürs Sakrale verloren." (H.T.)
 
Courtesy Istituto Luce – Cinecittà

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Fr 24.02.2023 18:00
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