Slikovnica pčelara (Des Imkers
                                          Sammelalbum), 1958, Dušan Makavejev
Crni film (Der schwarze Film), 1971,
                                          Želimir Žilnik

Films You Cannot See Elsewhere
Amos-Vogel-Atlas Kapitel 7: Fortbestand

25. und 26. Februar 2022 

Diesmal widmen wir uns zwei besonderen Leidenschaften des bedeutenden Kurators und Autors Amos Vogel. Zum einen dem subversiven Kino der 1960er und 1970er aus Osteuropa, genauer gesagt: Ex-Jugoslawien. Zum anderen der Diversität im kulturell geförderten französischen Kurzfilm zwischen Dokument, Animation und Komödie. Zudem werden wir thematisieren, wie Filmkopien, gerade von kurzen Werken, überleben: Die Zusammenstellung dieses Kapitels hat nicht zuletzt mit Recherchen zu tun, die über die "klassischen" Archive von Filmmuseen und Festivals hinausgehen und zu alternativen Bildungsinstitutionen führen.

Besonders freut uns zudem, dass wir diesmal einen Gast begrüßen: Am 25.2. wird der im Filmmuseum schon mehrfach gewürdigte serbische Filmemacher Želimir Žilnik zwei Programme begleiten, die seine Arbeit in den Fokus rücken. Das erste zeigt zwei seiner frühen Schlüsselwerke im Dialog mit anderen jugoslawischen Produktionen der Ära, das zweite versammelt die prononcierten Kurzfilme, die Žilnik zwischen 1973 und 1975 in der BRD produzierte und von denen einige erst vor kurzem wieder entdeckt wurden. In seinem Buch Film as a Subversive Art (1974) würdigt auch Vogel Žilniks widerständiges Werk, dem er ab 1968 regelmäßig auf den Kurzfilmtagen Oberhausen begegnete.

Als Kontrastprogramm gibt es am Folgetag eine Auswahl von französischen Filmen, die Vogel aufs New York Film Festival brachte und die größtenteils durch das Depot einer anderen Kulturinstitution in die Bestände des Filmmuseums gekommen sind: des Institut français. (Christoph Huber, Tobias Hering)

Der gebürtige Wiener Jude Amos Vogel (1921–2012) wurde nach der Emigration in die USA eine der wichtigsten Figuren der internationalen Filmkultur. Die Reihe Amos-Vogel-Atlas widmet sich der Weiterführung seines widerständigen Erbes parallel zur Beforschung seines Nachlasses im Filmmuseum mit Schwerpunkt auf Raritäten aus der Sammlung.

Dieses Kapitel ist erstmals als Kooperation entstanden: Die Auswahl wurde mit Tobias Hering getroffen, der das Projekt "re-selected" bei den Kurzfilmtagen Oberhausen leitet und parallel in den letzten Jahren ebenfalls zu Vogels Arbeit recherchiert und daraus Filmprogramme entwickelt hat. Er wird bei allen Vorführungen als Co-Präsentator anwesend sein.


Zusätzliche Materialien
Innerhalb der Schau sind die Filme in der Reihenfolge ihrer Programmierung angeordnet.
Filmdauer: 78 min
Fr, 25.02.2022 21:00
In Anwesenheit von Želimir Žilnik