I basilischi (Die Basilisken), 1963, Lina Wertmüller

I basilischi (Die Basilisken)

Regie, Drehbuch: Lina Wertmüller; Kamera: Gianni Di Venanzo; Schnitt: Ruggero Mastroianni; Musik: Ennio Morricone; Darsteller*innen: Antonio Petruzzi, Stefano Satta Flores, Sergio Ferrannino, Luigi Barbieri, Flora Carabella. IT, 1963, 35mm, sw, 81 min. Italienisch mit dt. UT
 
Lina Wertmüller, im Dezember 2021 verstorben und erst 2019 mit einem Ehrenoscar ausgezeichnet (schon 1975 war sie als erste Frau überhaupt für einen Regie-Oscar nominiert), beschrieb ihre Regieassistenz bei Federico Fellinis La dolce vita (1960) und Otto e mezzo (1963) immer als Initialmoment für ihr eigenes Filmschaffen, nachdem sie vorher als Journalistin, Schauspielerin, Autorin und Theatermacherin gearbeitet hat. Ihr erster Spielfilm I basilischi ist das noch vom Neorealismus inspirierte Portrait einer verarmten Kleinstadt in Süditalien. Im Mittelpunkt drei junge Männer, die durch ihre Stadt streunen, den Alltag und ihre Mitmenschen kommentieren, den Frauen nachstellen und dabei von einem anderen Leben träumen. Wertmüller zeichnet das melancholische Bild einer Gesellschaft, die in ihren Gegensätzen (arm/reich, jung/alt, kommunistisch/faschistisch, patriarchal/emanzipatorisch) zu erstarren droht, mit analytischem Witz und Empathie für ihre Figuren. (A.P.)

Spieltermine:

Mo 21.02.2022 18:30download iCal
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