Victor ... pendant qu'il est trop tard (Victor), 1998, Sandrine Veysset

Victor ... pendant qu'il est trop tard (Victor)

Sandrine Veysset. FR, 1998, 35mm, Farbe, 88 min. Französisch mit dt. UT
 
Der kleine Victor (Jérémy Chaix) flieht nach einer traumatsierenden Erfahrung von zu Hause und landet auf einem Jahrmarkt, wo ihn einer der Schausteller aufliest und schließlich bei der jungen Prostituierten Triche (Lydia Andréï) zurücklässt. Zwischen Victor und Triche entwickelt sich eine liebevolle Beziehung, die Freundschaft mit einem Nachbarsjungen gibt dem Buben zusätzlichen Auftrieb. Doch während Triche durch Victor den Rückhalt findet, ihr Leben neu zu überdenken, gerät sie in Konflikt mit einer Kollegin, bei der sie Schulden hat. Nach den hellen, sommerlichen Tönen ihres ländlichen Debüts schickt Sandrine Veysset (wieder mit ihrer kongenialen Kamerafrau Hélène Louvart) ihren Protagonisten ins winterliche Dunkel der Stadt, um die verträumt-verquere Adaption eines Romans von Denis Belloc in Szene zu setzen. Geblieben sind der ungewöhnliche, "geerdete" Zug zum Märchenhaften und die unsentimentale Sympathie für die Außenseiter*innen. (C.H.)