Kinodokumenty o zverstvach nemecko-fašistskich zachvatčikov (Die von den deutsch-faschistischen Invasoren verübten Gräueltaten)  UdSSR, 1945/46

Kinodokumenty o zverstvach nemecko-fašistskich zachvatčikov (Die von den deutsch-faschistischen Invasoren verübten Gräueltaten)

UdSSR, 1945/46, DCP von 35mm, sw, 59 min. Russisch mit engl. UT    
 
Dieser knapp einstündige sowjetische Film wurde im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher als Beweismittel der Anklage wegen "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" vorgelegt und am 19. Februar 1946 im Gerichtssaal vorgeführt. Heute weitgehend vergessen handelt es sich um eines der ganz großen Werke des sowjetischen Archiv-Montagefilms: eine minutiöse Dokumentation des Vernichtungskriegs der Wehrmacht und der SS über den langen Zeitraum 1941–1945, kompiliert aus Material zahlreicher Kameraleute der Roten Armee und der Wochenschau (Kamera: Roman Karmen u.a.; Schnitt: Elisaveta Svilova). Ein schockierendes Dokument des Massenmords, von Erschießungen hinter der Front bis hin zur Befreiung der Vernichtungslager; zugleich ein Monument für die Opfer, die hier Namen haben und Menschen, die um sie trauern. Kinodokumenty ist im Archiv des Internationalen Gerichtshofs (Den Haag, Niederlande) sowie u.a. in der Library of Congress (Culpepper, USA) überliefert. Letztere Kopie wurde im Zuge des Projekts Visual History of the Holocaust im Filmmuseum digitalisiert. (I.Z./M.L.)
 
Einführung in englischer Sprache von Irina Tcherneva, Forscherin am Centre national de la recherche scientifique (CNRS), Paris
 
Freier Eintritt, freiwilliger Solidarbeitrag (1 Euro) zugunsten der Aktion Kulturpass

Spieltermine: