Paris Calligrammes, Dieu De Guerre, 1967 © Ulrike Ottinger
Paris Calligrammes, 2019, Ulrike Ottinger (Foto: Lightdox)
Paris Calligrammes, Ulrike Ottinger vor Allen Ginsberg, Paris 1965 © Ulrike Ottinger

Premiere:

Ulrike Ottinger: "Paris Calligrammes"

8. Juni 2021

Der renommierten deutschen Avantgarde-Regisseurin, Malerin, Fotografin und Allround-Künstlerin Ulrike Ottinger gelingt mit Paris Calligrammes (2020) das Kunststück eines fesselnden autobiographischen Dokumentarfilms, der den Blick einer älteren Künstlerin auf ihr jüngeres Selbst richtet. Paris Calligrammes umreißt die "französischen Lehrjahre" der Regisseurin, die als Zwanzigjährige vom verschlafenen Konstanz in Richtung Metropole Paris aufbrach und dort, einem künstlerischen Erweckungserlebnis gleich, auf die Avantgarde traf. Reich an Archivmaterial erzählt dieses filmische Figurengedicht in zehn Kapiteln von prägenden Begegnungen und Weggefährt*innen Ottingers, von künstlerischen Strömungen, den Wunden des französischen Kolonialismus sowie gesellschaftspolitischen Erschütterungen, ausgelöst durch Algerienkrieg und Studentenunruhen.

Der Film feierte seine Premiere auf der Berlinale 2020, dort wurde Ottinger zudem mit der Berlinale Kamera für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

Paris Calligrammes wird im Juni 2021 gemeinsam von CROSSING EUROPE (4. Juni), Österreichisches Filmmuseum und Diagonale (9. Juni) in Anwesenheit von Ulrike Ottinger in Linz, Wien und Graz im Kino präsentiert.

Begleitend zur Filmvorführung in Wien spricht Renata Schmidtkunz im Kinosaal mit Ulrike Ottinger (eine Kooperation von der Ö1 Sendereihe "Im Gespräch" und dem Filmmuseum). In Ö1 ist das Gespräch am 10. Juni um 21.00 Uhr sowie am 11. Juni um 16.05 Uhr zu hören.