Repercuti, 2022, Rebeka Bándli, Jakob Bierbaumer, Aurelie D‘Ardailhon Miramon, Nina Döller, Leonie Frühe
Lueger, 2022, Lucie Gutfreund, Linda Hareter, Moritz Haug, Sarah Heidenreich, Marco Honeder, Anna-Katharina Keiblinger
Leerstellen, 2021, Michael Winiecki, Katharina Wittasek, Ani Zangocyan, Barbara Zischka
Karlsplatz, 2022, Mariel Mclaughlin, Thomas Meikl, Julia Neugebauer, Sarah Riepl, Marco Schels, Jana Schwab
Entfaltungen, 2022, Jana Steger, Herbert Szlovik, Petra Tanzberger, Michal Winiecki, Julia Wurzinger, Anne Stöckelmaier

Künstlerische Forschung als Programm

Zwischensichten: Filmportraits

2. Juli 2022
 
Seit Herbst 2018 verschreibt sich das Filmmuseum in Kooperation mit Universitäten und Kunsthochschulen in seinem Lehrprogramm der künstlerischen Forschung. Maßgeblich für unseren Artistic Research-Fokus ist die Auseinandersetzung mit dem Filmischen in sämtlichen Dimensionen – historisch, gegenwärtig und in seinem Sich-Fortsetzen in anderen Medien und Kunstformen. Die Beforschung unserer Sammlungsbestände, ihre Sichtbarmachung und Transformation aus intersektionaler Perspektive ist dabei – neben einer Valorisierung des analogen Films – zentrales Anliegen.
 
Wie kann man die Begegnung mit Menschen auf künstlerische Weise beforschen? Ausgehend von Christiana Perschons feministischem Künstlerinnen*porträt Sie ist der andere Blick (2018) sowie ihrem "Performativen Archiv in Bewegtbildern" und Fragmenten aus ihrer aktuellen Beschäftigung mit dem Verhältnis von "Film und Fürsorge" wurde die Auseinandersetzung mit einer besonderen Form des Ästhetischen eingeleitet und reflektiert. Das experimentelle filmische Porträt war dabei Angelpunkt der Auseinandersetzung: Wie nähere ich mich einem Menschen oder einem Menschenbild? Was kann ich über einen Menschen oder von ihm erfahren, wenn ich eine Kamera als Blickwerkzeug einsetze? Wenn jeder Begegnung etwas Bildhaftes innewohnt: Mit welchen Bedingungen des Sichtbarmachens und Verbergens konfrontiert die Idee von Gegenseitigkeit? Was, wenn die Narration Nebensache ist? (Katharina Müller)
 
Die Ergebnisse und Werke dieser Forschungs- und Lehraktivitäten werden semesterweise öffentlich und bei freiem Eintritt im "Unsichtbaren Kino" präsentiert.
Innerhalb der Schau sind die Filme in der Reihenfolge ihrer Programmierung angeordnet.