Sobibór, 14 octobre 1943, 16 heures (Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Uhr), 2001, Claude Lanzmann
Sobibór, 14 octobre 1943, 16 heures (Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Uhr), 2001, Claude Lanzmann

Internationaler Holocaust-Gedenktag

28. Jänner 2024

Seit 2008 beschäftigen wir uns in Zusammenarbeit mit dem Wiener Ludwig Boltzmann Institute for Digital History und zahlreichen internationalen Partnerinstitutionen mit der visuellen Geschichte des Holocaust. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich die Singularität des Völkermords an den europäischen Jüdinnen und Juden in filmische Bilder und Erzählungen fassen lässt.
 
Anlässlich des Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Jänner 2024 zeigen wir Claude Lanzmanns Meisterwerk Sobibór, 14 octobre 1943, 16 heures (2001). Ausgehend von einem Interview, das er 1979 in Israel mit Yehuda Lerner, einem Überlebenden und Aufständischen des Vernichtungslagers Sobibor drehte, zeigt Lanzmann die Wiederaneignung von Handlungsmacht und Gewalt durch jüdische Gefangene. Lanzmann: "Es müssen jene Legenden richtiggestellt werden, die besagen, die Juden hätten sich ahnungslos in die Gaskammern führen lassen und ihr Tod wäre 'sanft' gewesen, oder sie hätten ihren Henkern keinen Widerstand geboten (...) Yehuda Lerner spricht für sich selbst und die anderen, die Lebenden und die Toten." (Michael Loebenstein)
Innerhalb der Schau sind die Filme in der Reihenfolge ihrer Programmierung angeordnet.
Filmdauer: 95 min
So, 28.01.2024 18:00
Einführung Michael Loebenstein