Ladri di biciclette (Fahrraddiebe), 1948, Vittorio De Sica

Ladri di biciclette (Fahrraddiebe)

Regie: Vittorio De Sica; Drehbuch: Vittorio De Sica, Oreste Biancoli, Suso Cecchi D'Amico, Adolfo Franci, Gerardo Guerrieri, Gherardo Gherardi, Cesare Zavattini nach dem Roman von Luigi Bartolini; Kamera: Carlo Montuori; Schnitt: Eraldo Da Roma; Musik: Alessandro Cicognini; Darsteller*innen: Lamberto Maggiorani, Enzo Staiola, Lianella Carell, Elena Altieri, Gino Saltamerenda. IT, 1948, 35mm, sw, 89 min. Italienisch mit dt. UT
 
Eines der berühmtesten Werke der Kinogeschichte und populärer Inbegriff des Neorealismus, dessen Ansprüche auf Wirklichkeitsnähe paradoxerweise erfüllt werden, indem man sie mit oft unmerklicher Virtuosität ins anrührendste Filmdrama verwandelt. Autor Cesare Zavattini etabliert ein mustergültig neorealistisches Alltagssujet: Ein Arbeitsloser findet endlich einen Job. Dafür braucht er sein Fahrrad, das prompt gestohlen wird. Mit seinem Sohn begibt er sich auf die Suche, quer durch das tägliche Leben Roms, von Vittorio De Sica völlig glaubhaft rekonstruiert, während er seine Darsteller – fast alles Laien – hindurchchoreografiert, auf einer emotionalen Achterbahnfahrt mit Suspense-Momenten, die Alfred Hitchcock erblassen ließen. Jedes Detail wirkt wie gefunden und ist doch bewusst gesetzt. (C.H.)
 
Einführung von Christoph Huber am 5.9.