Paris Calligrammes, Ulrike Ottinger in front of Allen Ginsberg, Paris 1965 © Ulrike Ottinger

Paris Calligrammes

Ein Film von Ulrike Ottinger; DE/FR, 2020, DCP, Farbe & sw, 129 min. Deutsch mit engl. UT

Der renommierten deutschen Avantgarde-Regisseurin, Malerin, Fotografin und Allround-Künstlerin Ulrike Ottinger gelingt mit Paris Calligrammes (2020) das Kunststück eines fesselnden autobiographischen Dokumentarfilms, der den Blick einer älteren Künstlerin auf ihr jüngeres Selbst richtet. Paris Calligrammes umreißt die "französischen Lehrjahre" der Regisseurin, die als Zwanzigjährige vom verschlafenen Konstanz in Richtung Metropole Paris aufbrach und dort, einem künstlerischen Erweckungserlebnis gleich, auf die Avantgarde traf. Reich an Archivmaterial erzählt dieses filmische Figurengedicht in zehn Kapiteln von prägenden Begegnungen und Weggefährt*innen Ottingers, von künstlerischen Strömungen, den Wunden des französischen Kolonialismus sowie gesellschaftspolitischen Erschütterungen, ausgelöst durch Algerienkrieg und Studentenunruhen.

Der Film feierte seine Premiere auf der Berlinale 2020, dort wurde Ottinger zudem mit der Berlinale Kamera für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

In Anwesenheit von Ulrike Ottinger

Ulrike Ottinger im Gespräch mit Renata Schmidtkunz am 8. Juni 2021 um 17 Uhr (eine Kooperation von der Ö1 Sendereihe "Im Gespräch" und dem Filmmuseum).

Screening dates: