Lucía, 1968, Humberto Solás

Lucía

Regie: Humberto Solás; Drehbuch: Humberto Solás, Julio García Espinosa, Nelson Rodríguez; Kamera: Jorge Herrera; Schnitt: Nelson Rodríguez; Musik: Leo Brouwer; Darsteller*innen: Raquel Revuelta, Eslinda Núñez, Adela Legrá, Eduardo Moure, Ramón Brito. CU, 1968, 35mm, sw, 160 min. Spanisch mit dt. UT
 
Einer der außergewöhnlichsten Filme nicht nur des kubanischen Kinos, sondern des fortschrittlichen Filmemachens jeder Art, von Humberto Solás mit gleißender Intensität und virtuoser Vielseitigkeit erzählt: Drei Episoden schildern in ganz unterschiedlichen Formen Schlüsselmomente aus der jüngeren Geschichte des Landes, in jeder davon steht eine Frau namens Lucía im Mittelpunkt. Der Anfang führt nicht zufällig in das (vermeintliche) Geburtsjahr des Kinos: 1895 erhebt sich Kuba gegen die spanischen Kolonialherren, die reiche Dame Lucía verliebt sich in einen Rebellen. Vom opulenten Historiendrama à la Visconti geht es zur modernen Gestaltung des existenzialistischen Kampfs, bei dem eine zweite Lucía erkennt, dass der Sturz des diktatorischen Präsidenten Machado 1932 noch keine Revolution bringt. In der postrevolutionären Gegenwart herrscht dann zwar angeblich Freiheit und Gleichheit, doch Machismo und Rückständigkeit sind nicht besiegt. In einer wilden Farce lehnt sich die dritte Lucía auf ... (C.H.)
 
Einführung von Christoph Huber

Screening dates: