Amateurfilmsammlung

Schenkungen

Das Österreichische Filmmuseum sammelt Amateurfilme in den Schmalfilmformaten 8mm, Super 8, 9,5mm, 16mm und 17,5mm. Wenn Sie sich entschließen, Ihre Filmsammlung dem Österreichischen Filmmuseum zur Langzeitarchivierung zu übergeben, wird diese technisch befundet, katalogisiert, dokumentiert und für zukünftige Generationen gesichert. Die Filme stehen unter Berücksichtigung rechtlicher und ethischer Rahmenbedingungen für Forschung, Vermittlung und kuratorische Projekte zur Verfügung.

In unterschiedlichen Sammelaktionen und Projekten widmen wir uns privaten Zeitdokumenten und sind um den Erhalt der Filme für die Nachwelt bemüht. Seit 2023 läuft der Sammelaufruf Regenbogenfilme in Zusammenarbeit mit QWIEN – Zentrum für queere Geschichte. Gesammelt werden Amateurfilme, die lesbisches, schwules und trans* Leben dokumentieren. Für das Projekt am rand : die stadt (2018–2019) wurden aktuelle Formate privater Bilder, wie etwa Handyfilme, erstmals gesammelt und mit analogen Schmalfilmen in der Sammlung des Filmmuseums in ein Verhältnis gesetzt. Zwischen 2014 und 2018 wurden außerdem im Sammelaufruf WIEN BEWEGT! Amateurfilme gesammelt, die in Wien entstanden sind.

Was sammeln wir?
Neben den Filmen selbst werden auch begleitende Materialien wie handschriftliche Notizen, Filmverzeichnisse, Handbücher, Drehbücher, Fotografien, Fotoalben und Briefe – sofern sie in Zusammenhang mit der Filmsammlung stehen – in die Sammlung des Österreichischen Filmmuseums aufgenommen.

Ebenso von Interesse sind Geräte und Werkzeuge, die zur Herstellung von Amateurfilmen verwendet wurden. Dazu zählen Filmkameras, Filmbetrachter, Klebepressen, Titelgeräte, Trick- und Animationszubehör sowie weiteres technisches Zubehör aus dem Bereich der Amateurfilmpraxis. Diese Objekte geben wertvolle Einblicke in die Arbeitsweisen und technischen Möglichkeiten von Filmamateur*innen.

Amateurfilme enthalten einzigartige regionale und biografische Informationen, die für die wissenschaftliche Erschließung der Bestände unerlässlich sind. Persönliche Gespräche mit den Deponent*innen sind daher wichtig, um Details über die gefilmten Personen, Orte, Ereignisse und die Filmemacher*innen selbst zu dokumentieren.

Wenn Sie selbst Amateurfilme besitzen oder eine Filmsammlung aus Familien- oder Nachlasskontext haben, freut sich das Österreichische Filmmuseum über Ihre Kontaktaufnahme. Gerne beraten wir Sie zu einer möglichen Übergabe.
Kontakt:

Stefanie Zingl

+43 1 533 70 54 DW 214